Die Mottos werden gut gehütet

Faschingsauftakt Nur am Spiegelwald wird der Start in die fünfte Jahreszeit vorgefeiert

Die meisten Faschingsvereine hüten ihr Motto wie ihren Augapfel. Da bilden die Narren aus der Region keine Ausnahme. Allerdings gibt es große Unterschiede, wie die neuen Mottos verkündet werden. Sowohl die Jecken aus Johanngeorgenstadt als auch die Fans und Freunde des Antonsthaler Carnevalsclubs (ACK) müssen sich noch eine ganze Woche gedulden.

Elke von der Fosend im Gebirg weiß auch warum: "Wir feiern unseren Saisonauftakt immer am Samstag nach dem 11.11." Der Freitag komme aus Rücksicht auf die Pendler nicht infrage. "Und den Faschingsauftakt etwa am 10. November schon zu vollziehen, ist für uns ein absolutes Tabu", so Schleichert, die bei den Johanngeorgenstädtern Narren unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. So ähnlich ist es auch beim ACK. Die Antonsthaler feiern ebenfalls am 17. November erneut im Haus des Gastes Bermsgrün. Etwas anders machen es die Beierfelder Jecken: Sie starten intern in die fünfte Jahreszeit. "Zum Auftakt gibt es bei uns keine öffentliche Feier", so Elferratschef Oliver Wogenstein. Nach Auftaktveranstaltungen in der Villa Theodor, im Erzhof, im Haus der Verein Waschleithe geht der Saisonstart diesmal in der Köhlerhütte über die Bühne. Wer das neue Prinzenpaar wird steht dabei noch nicht fest, sondern wird erst im spielerischen Rahmen entschieden. Ganz anders in Johanngeorgenstadt: "Unsere Königin Susann, die liebliche Hausfrau mit Herz, wird das Motto verkünden", sagt Elke Schleichert. Nur ein kleine eingeschworener Kreis wisse schon mehr. "Höhepunkt im umfangreichen Programm, das den Hauptveranstaltungen im Februar in nichts nachsteht, ist die Schlüsselübergabe durch unseren Bürgermeister." Holger Hascheck sei für jeden Spaß zu haben und bereite jedes Mal eine kleine Rede vor. Den glanzvollen Schlusspunkt setzte diesmal das Männerballett, das aufs zwanzigjährige Bestehen zurückschaut.