Die Queen unter den Blumen gibt sich die Ehre

Natur Blütenpracht in der Marienberger Baldauf-Villa

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Anett Schlenther und Constanze Ulbricht vom Team der Baldauf-Villa haben sich am Freitagabend über die ersten Blüten der Königinnen der Nacht gefreut. Foto: Jan Görner

Marienberg. In der Baldauf-Villa hat eines der jährlichen Naturschauspiele begonnen. Seit Jahren blüht hier in sommerlichen Abendstunden zwei Königinnen der Nacht auf. Seit Freitag ist dieser Augenschmaus wieder im vollen Gange. 18 Blüten läuteten die aktuelle Saison ein. Allerdings hängt es stark vom Wetter ab, wann sich das Schauspiel fortsetzt.

Die Königinnen gaben ihre Audienz bereits am Vormittag

Die Leiterin des Hauses Constanze Ulbricht und ihr Team haben in punkto Prophezeiung der Fortsetzung der Blüte Jahre lange Erfahrung. Ihrer Meinung nach gäbe es bestimmte Merkmale, nach denen sich das voraussagen ließe. "Die Blüten werden im Bereich der Spitze leicht fluffig. Erst danach öffnen sie sich", sagte Constanze Ulbricht.

Ungewöhnlich sei in diesem Jahr, dass die Königinnen ihr Geheimnis bereits am Vormittag preisgeben. "Bislang wussten wir immer erst in den späten Nachmittagsstunden, ob sich Blüte öffnen werden oder nicht", so die Marienbergerin.

Wer vorhat, sich die Blüte nicht entgehen zu lassen, kann sich vorher auf Facebook erkundigen, wie wahrscheinlich es dazu kommt oder nicht. Unter Tel: 03735 22045 haben die Mitarbeiter des Hauses einen Anrufbeantworter eingerichtet , um über das Naturschauspiel zu informieren.

Die volle Pracht zeigt sich in den nächsten Tagen

Fest steht, dass sich bereits mehrere Knospen gebildet haben, die sich irgendwann in den nächsten Tagen vollends entfalten. Die Marienberger Exemplare sind mittlerweile über 80 Jahre alt und kamen als Geschenk ins Haus. "Sie waren ihrer Vorbesitzerin zu groß und damit zu unhandlich geworden", so Constanze Ulbricht.

Nachdem sie sich an den Wintergarten gewöhnt hatten, finden sie an zu blühen und zeigen sich seit dem jedes Jahr von ihrer allerbesten Seite. Bis zu 100 Blüten hatten sie mitunter in einer Saison angesetzt. Beheimatet sind die Selenicereus grandiflorus eigentlich auf den Antillen.