Die Retter sind für den Notfall gut gerüstet

Winter Rettungsdienst und Bergwacht arbeiten Hand in Hand

Carlsfeld. 

Carlsfeld. Eine Einsatzübung von Bergwacht und Rettungsdienst, die im Skigebiet Carlsfeld über die Bühne gegangen ist, hatte das Ziel, die Kommunikation und die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Rettungskräften weiter zu verbessern und zu optimieren. Im Notfall soll schließlich alles reibungslos funktionieren.

Eingebunden in die Aktion waren insgesamt 40 Teilnehmer, darunter Kollegen des Rettungsdienstes, Kameraden der Bergwachten des DRK Aue-Schwarzenberg, Vertreter der Feuerwehren und der Rettungshundestaffel Westsachen. Die Vierbeiner spielen bei der Rettung von Vermissten ebenso eine Rolle.

Die Bergwacht Carlsfeld schaut 2019 auf 50 Jahre Bestehen zurück - aktuell zählt man 25 Aktive, die rund 80 Einsätze im Jahr abdecken. Ein Großteil davon liegt im Winter, die Sommereinsätze liegen bei rund 20. Bei der Rettungsübung ging es unter anderem um Technik, GPS-Orientierung, Retten aus dem Steilhang und Notfallmedizin.

Ein Hubschrauber bräuchte länger, um Personen zu finden

Was man gerade etabliert, ist die drohnenunterstützte Vermisstensuche. Ronny Meisel, Bereitschaftsleiter der Bergwacht Carlsfeld, erklärt, wie es dazu gekommen ist: "Wir hatten letzten Sommer eine Vermisstensuche, wo wir vier Stunden bodengebunden gesucht, aber nichts gefunden haben." In so einem Fall sei man auf die Unterstützung eines Polizeihubschraubers angewiesen, der aus der Luft sucht. "Der Hubschrauber hat 20 Minuten benötigt, um aus der Luft die Person sicher auszumachen."

Der Nachteil: Man muss warten, bis ein Hubschrauber zur Verfügung steht. Dieser kommt in der Regel aus Dresden oder Bautzen und fliegt bei schlechtem Wetter gar nicht. Gerade bei der Vermisstensuche in unwegsamen Gelände könne eine Drohne von Vorteil sein und Zeitersparnis bringen. Und wie Ronny Meisel erklärt, können Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), wo auch die Bergwachten dazugehören, im Einsatzfall mit der Drohne unter anderem auch über Talsperren fliegen, was ansonsten verboten ist.