Die sieben Zwerge reloaded

Weihnachtsmärchen Lustige Version von Schneewittchen

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Die böse Königin hatte nur kurz Grund zur Freude. Foto: Andreas Bauer

Zschopau. Man nehme ein traditionelles Märchen, reichere es mit schmackhaften Tänzen und einem würzigen Bezug zur Gegenwart an. Nicht zu vergessen: eine gehörige Brise Humor. Für das Zschopauer Cityballett und die Theatergruppe der Stadt führt dieses Rezept schon seit fast drei Jahrzehnten zu einem "Leckerbissen", der bei den Leuten sehr gut ankommt.

Auch bei seiner 28. Auflage lockte das Zschopauer Weihnachtsmärchen Hunderte Zuschauer an. Einige mussten leider sogar nach Hause geschickt werden, weil sich speziell in den letzten der insgesamt sieben Vorführungen kein Platz mehr in der Aula der Nexö-Oberschule bot. Die 130 Gäste, die jeweils dabei waren, amüsierten sich diesmal vor allem über die sieben Zwerge.

54 Darstellerinnen und Darsteller im Alter von 5 bis 56 Jahren

Hinter einem ihrer Kostüme schien Angela Merkel zu stecken, denn mit typischer Handhaltung und ruhiger Stimme verkündete der kleine Protagonist: "Wir schaffen das." Gemeint war die Rettungsaktion für Schneewittchen, die zu einer anderen Lösung führte als von vielen zunächst vermutet. Sie landete am Ende nicht in den Armen des Prinzen Kasimir, dem alles gleichgültig war, sondern suchte sich Waldfried als neuen Lebensabschnittsgefährten. Der Waldelf war eine der zahlreichen Figuren gewesen, in deren Rollen insgesamt 54 Darsteller im Alter von 5 bis 56 Jahren schlüpften.

"Die erste Idee hatten wir im Sommer. Geschrieben haben wir das Stück aber erst im Oktober", erklärt Ballettleiterin Rosmarie Huszar, die zusammen mit Zwergen-Chef Anja Kolditz den Hut auf hatte. Trotz kurzer Vorbereitung war das Publikum begeistert.