Die Stollberger Tafel vermisst ihre Kunden

Soziales Mitarbeiter finden keine Erklärung

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Bei Tafelleiterin Annerose Aurich türmen sich Fragezeichen. Foto: Ralf Wendland

Stollberg. Bei der Stollberger Tafel, die vor Kurzem von Neuwürschnitz nach Lugau umgezogen ist, hat man einige Sorgen. Wie die Leiterin der Tafel, Annerose Aurich erklärt, bleiben stellenweise die Kunden weg. Warum, das kann sich Aurich nicht erklären: "Ganz konkret betrifft es viele Tafelkunden aus dem Raum Stollberg, Niederwürschnitz und Neuwürschnitz, die nicht mehr zur Ausgabe kommen."

Dabei liegen die Räumlichkeiten der ehemaligen Sozialstation in der Hohensteiner Straße, wo die Tafel jetzt untergebracht ist, relativ zentral und sind gut erreichbar. Die öffentliche Anbindung durch den Bus sei gegeben, so Aurich. Was sie sich allerdings gut vorstellen kann, ist eine Art Übersättigung, weil es nichts Neues mehr ist.

Neuer Standort barrierefrei

Ihre Vermutungen gehen sogar dahin, dass sie sagt: "Vielleicht essen die Leute, wovon viele älter sind, auch nicht mehr so viel." Hinzukommen könnte auch eine gewisse Gleichgültigkeit, so Aurich. Die Gegebenheiten seien am neuen Standort jedenfalls alle gegeben. Die Räumlichkeiten seien barrierefrei und auch das Warenangebot sei sehr breit gefächert, selbst Dinge, wie Schokolade seien im Warenkorb.

Derzeit werden 250 bis 300 Menschen von der Stollberger Tafel betreut. Das sind in etwa 40 bis 50 Prozent weniger, als das in Neuwürschnitz der Fall war. Die Stollberger Tafel ist ein eigenständiger Verein, der nicht gefördert wird. Man lebt von Spenden und von den Einnahmen, die über die Tafelkunden generiert werden.