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Vogtland

Die Töpferscheibe dreht sich

Verein Altstadtfreunde bieten altes Kunsthandwerk

Für den Verein Altstadtfreunde Annaberg schlug am Samstag eine große Stunde. Im Rahmen der Annaberger Steinmetztage konnte in den Räumlichkeiten des Vereines eine Töpferstube eröffnet werden. Dietrich Weißbach ist der Vorsitzende der Altstadtfreunde und er freute sich: "Mit der Eröffnung dieser Töpferstube in unserem Vereinshaus in der Unteren Badergasse 3, geht für die Altstadtfreunde ein Traum in Erfüllung. Endlich haben wir damit in der einstigen Töpferstadt Annaberg seit vielen Jahren wieder eine Töpferwerkstatt, und genau das wünschen wir uns schon seit der Vereinsgründung. Etwa 20 Jahre lang ist es uns nicht gelungen, einen Betreiber für eine Töpferwerkstatt zu finden. Nun ist mit Keramikerin Julia Neubert alte Handwerkskunst mit jungen Ideen hier eingezogen. In einem ehemaligen Büro, das als Werkstatt ausgebaut wurde, haben wir als Verein diese Möglichkeit geschaffen." Eröffnet wurde die neue Töpferstube vom ehemaligen Staatsminister Steffen Flath. Als Annaberger lobte er: "Ich bin bereits seit vielen Jahren Mitglied bei den Altstadtfreunden und ich freue mich, dass eine Keramikerin hier einzieht. Wir haben lange daran gearbeitet, denn das Töpferhandwerk gehört einfach in diese Stadt. Viele Annaberger kennen nicht die Bedeutung ihrer Altstadt und sie wissen nicht, dass Annaberg eine alte Töpferstadt war. Auch in diesem Sinne hoffe ich, dass die Töpferstube mit ihrem traditionellen Handwerk ein voller Erfolg wird." Julia Neubert hat viele gute und neue Ideen, was sie vor allem in ihrem ureigenen Stil ausdrückt. Mit der Töpferstube erfüllt sich die 23-Jährige ihren Lebenstraum und sagte freudestrahlend: "Der erste Brennvorgang in meiner neuen Töpferstube ist gelungen. Ich wünsche mir vor allem, dass die Leute meine Handwerkskunst annehmen und mir auch gern einmal bei der Arbeit über die Schulter schauen."



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