Die Teddys aus der Bärenwerkstatt

Tradition Karin Näser entdeckte vor zwölf Jahren die Leidenschaft für brummige Gesellen

Ein kleiner Teddy am Eingang verrät: Hier befindet sich die Bärenwerkstatt von Karin Näser. Die Meinersdorferin bezeichnet ihre Heimat als Silberland Erzgebirge. "Gemeinsam mit meinem Mann und einer schwarzen Katze und natürlich unzähligen Teddybären, die unser Zuhause in eine gemütliche Atmosphäre tauchen, betrachte die Bären weniger als Spielzeug, sondern mehr als Dekoration. Und oftmals kommt auch eine Mutter mit ihrem Kind vorbei und möchten einen `kranken` Teddy, dem irgendetwas fehlt, wieder `gesund` zurückhaben. Dann kommt der Patient eben in die Bärenwerkstatt."

Bären fertigt Karin Näser bereits seit zwölf Jahren. Mit Nähen, Handarbeiten und Dekorieren beschäftigte sie sich schon immer gern, aber Bären sind ihre besonderen Leidenschaft geworden.

"Zur Herstellung meiner Teddys nehme ich mir soviel Zeit, wie ich nur habe. Viele auch noch so kleine Details sind dabei wichtig. Die meisten meiner Bären sind Einzelstücke, einige wenige fertige ich in kleinen limitierten Auflagen. Sie werden aus unterschiedlichsten Materialien wie beispielsweise Leinen, handgefilzter Wolle, Mohairplüschen oder aus hochwertigen synthetischen Fellen genäht und mit Glasaugen und gestickter Nase versehen. Sie sind fünffach mit Gelenken ausgestattet und haben oft eine schöne Brumme. In das linke Ohr nähe ich einen kleinen Amethyst zur Kennzeichnung und als Symbol für das Erzgebirge. Und in die Fußsohle findet auch eine persönliche Stickerei als Erinnerung ihren Platz. Auch alte Teddy' haben bei mir eine Weiterlebenschance. Ich repariere liebgewordene Kuscheltiere und restauriere sehr alte Bären für Liebhaber und Sammler. Da kommen schon mal Patienten aus den 1920-er Jahren zu mir. Es ist für mich immer wieder schön, wenn aus einem Stück Stoff etwas `Lebendiges` geworden ist, ich damit anderen Menschen Freude bringe und ihre Seele lächeln sehe."