Diese Kürzung sorgt für Kopfschütteln

Bildung Unverständnis für geplante Sport-Stundenkürzungen

Lengefeld. 

Lengefeld. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt Carsten Baude zurück auf das vergangene Schuljahr. Der Schulsportkoordinator des mittleren Erzgebirges zeigt sich einerseits mit den Ergebnissen, die von regionalen Startern bei den Schulsportwettbewerben "Jugend trainiert für Olympia" erreicht wurden.

"Neben den Judoka, Leichtathleten und Floorballern des Gymnasiums Zschopau schafften es auch die Tischtennisspieler des Gymnasiums Marienberg und die Skilangläuferinnen des Gymnasiums Olbernhau bis ins sächsische Landesfinale", berichtet Baude. Dass er andererseits auch Kritik übt, liegt nicht an den Schülern, sondern an der Politik. "Die traurige Realität ist, dass schon jetzt aufgrund nicht vorhandener Lehrerkapazitäten Sportstunden weggekürzt werden mussten", berichtet Baude.

Die Landesregierung hat die Online-Petition gegen Stundenkürzungen ignoriert

Die Aussage der Landesregierung, dass sächsische Schüler durch den Wegfall von Sportstunden entlastet würden, kann er nicht nachvollziehen. Schließlich würden statistische Angaben belegen, dass Sport nach wie vor das beliebteste Unterrichtsfach der Schüler ist. Außerdem seien sportliche Aktivitäten wichtig, da Bewegungsarmut und motorische Defizite in der digitalen Welt von Smartphones und Social Media ohnehin schon zugenommen haben.

Gerade in den Spielsportarten wie Fußball oder Volleyball sei das Niveau auf Schulsportebene deutlich gesunken. Basketball wird gar nicht mehr gespielt, Handball nur noch selten. Nachdenklich stimmt den Schulsportkoordinator zudem, dass von der Landesregierung eine Online-Petition gegen geplante Stundenkürzungen ignoriert wurde. Mehr als 30.000 Personen hatten sich im Internet gegen die Streichung ausgesprochen. An der schwierigen Zukunft hat dies nichts geändert.