Diesel-Schock im Erzgebirge und der Region: Tanken kostet jetzt bis zu 2,60 Euro pro Liter

Aktuelle Aufnahmen aus Aue-Bad Schlema zeigen hohe Kraftstoffpreise – Diesel liegt deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt

Erzgebirge

Tanken wird für Autofahrer im Erzgebirge derzeit zur teuren Angelegenheit. Besonders beim Diesel sind die Preise kräftig gestiegen. Wie hoch sie inzwischen liegen, zeigen unsere aktuellen Aufnahmen vom 14. September 2026 aus Aue-Bad Schlema: Bei Orlen kostet der Liter Diesel rund 2,55 Euro, bei Aral sogar rund 2,60 Euro.

Ein Blick auf die Entwicklung der vergangenen Monate zeigt: Seit Juli kennt der Dieselpreis bundesweit vor allem eine Richtung – nach oben.

50 Liter tanken – rund 130 Euro sind weg

Bei diesen Preisen wird eine normale Tankfüllung richtig teuer. Wer 50 Liter Diesel tankt, ist rund 130 Euro los. Bei 60 Litern sind es schon etwa 155 Euro.

Auch Benzin ist teuer: Super E10 kostet auf unseren aktuellen Aufnahmen rund 2,40 Euro bei Orlen und rund 2,48 Euro bei Aral.

Von rund 2,10 auf 2,22 Euro – Diesel seit Juli deutlich teurer

Dass die Preise zuletzt kräftig gestiegen sind, bestätigen auch die bundesweiten Statistiken des ADAC.

  • Im Juli 2026 kostete Diesel bundesweit im Monatsdurchschnitt rund 2,10 Euro pro Liter.
  • Im August waren es bereits rund 2,22 Euro – innerhalb eines Monats also knapp 13 Cent mehr.

Besonders drastisch war die Entwicklung innerhalb des Juli: Am 5. Juli lag der bundesweite Tagesdurchschnitt laut ADAC noch bei rund 1,95 Euro, am 31. Juli bereits bei rund 2,23 Euro. Das entspricht einem Anstieg von fast 28 Cent pro Liter.

Im September ging es weiter nach oben

Auch im September setzte sich die Entwicklung fort. Am 9. September ermittelte der ADAC bundesweit einen durchschnittlichen Dieselpreis von rund 2,32 Euro pro Liter – fast neun Cent mehr als eine Woche zuvor.

Die von uns jetzt in Aue-Bad Schlema fotografierten Preise liegen noch einmal deutlich darüber: rund 2,55 Euro bei Orlen und rund 2,60 Euro bei Aral.

Dabei handelt es sich allerdings um lokale Momentaufnahmen und nicht um bundesweite Durchschnittspreise. (Die Spritpreise der letzten 24 Monate und mehr findet ihr hier im Überblick)

ADAC hält Preisniveau für zu hoch

Auch der ADAC sieht die Entwicklung kritisch. Zwar ist der Rohölpreis zuletzt gestiegen. Nach Einschätzung des Automobilclubs lassen sich die hohen Preise an den Zapfsäulen durch Rohölpreis und Wechselkurs jedoch nur teilweise erklären.

„... Besonders auffällig ist, dass Super E10 immer neue Höchststände erreicht, obwohl der Rohölpreis weit von früheren Höchstwerten entfernt ist. Aus Sicht des ADAC besteht daher insbesondere auf Raffinerie- und Großhandelsebene weiterer Erklärungsbedarf. Deshalb braucht es mehr Transparenz bei der Preisbildung entlang der gesamten Wertschöpfungskette...“, heißt es in einem Beitrag vom 14.9. auf der Homepage des ADAC.

Hohe Spritpreise treffen Pendler und Familien im Erzgebirge besonders hart

Für Pendler und Familien im Erzgebirge sind die hohen Dieselpreise besonders bitter. Viele Menschen sind hier täglich auf ihr Auto angewiesen. Wenn eine Tankfüllung plötzlich 150 Euro und mehr kostet, macht sich das schnell im Geldbeutel bemerkbar.

Vergleiche der Tankstellen lohnenswert

Umso mehr lohnt sich der Preisvergleich zwischen den Tankstellen – schon wenige Cent Unterschied pro Liter können bei einer größeren Tankfüllung einige Euro ausmachen.

Hinweis: Die genannten Preise bei Orlen und Aral in Aue-Bad Schlema wurden am 14. September 2026 um die Mittagszeit vor Ort fotografiert und entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Aufnahmen. Kraftstoffpreise können sich verändern.

Hohe Spritpreise belasten Autofahrer in der Region

Auch an den Tankstellen in Dresden und Glauchau bekommen Autofahrer die derzeit hohen Kraftstoffpreise deutlich zu spüren. Die gestiegenen Preise für Benzin und Diesel sorgen in der Region für Unmut und machen jeden Tankstopp spürbar teurer.

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