Dieses Museum im Erzgebirge gewinnt den Sächsischen Museumspreis 2025

Alle zwei Jahre wird der Sächsische Museumspreis verliehen

Oelsnitz (Erzgebirge)

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus verkündet: Der Sächsische Museumspreis 2025 wurde am Montag von der Sächsischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch in Dresden verliehen. Er wird mit insgesamt 30.000 EUR dotiert: ein Hauptpreis in Höhe von 20.000 Euro und zwei Spezialpreise in Höhe von jeweils 5.000 Euro. Eine sehr gute Nachricht für die Region: Der mit 20.000 Euro dotierte Hauptpreis geht an ein Museum aus dem Erzgebirge.

Museumspreis wird alle 2 Jahre verliehen

Das Sächsische Kulturministerium vergibt alle zwei Jahre den Museumspreis an nichtstaatliche Museen. Ausgezeichnet werden beispielhafte Leistungen in der Museumsarbeit, die zur Weiterentwicklung der sächsischen Museumslandschaft beitragen. Dabei reicht das Spektrum von langjähriger, qualitativ hochwertiger Arbeit bis hin zu innovativen Konzepten und neuen Wegen. Mit der Auszeichnung würdigt das Ministerium zugleich den unverzichtbaren Beitrag der Museen zum kulturellen Leben in den Regionen. Es sollen auch Einrichtungen gewürdigt werden, die ihr touristisches Potential besonders gut entwickelt haben. Die Preise werden auf Grundlage der Vorschläge einer unabhängigen Jury vergeben. Der Hauptpreis wird in Würdigung einer hervorragenden Gesamtleistung verliehen. Die beiden Spezialpreise werden für einen herausragenden Einzelbereich der Museumsarbeit vergeben.

Wer erhält den Hauptpreis?

Der Hauptpreisträger 2025 ist: KohleWelt - Museum Steinkohlenbergbau Sachsen in Oelsnitz (Erzgebirge). Das Museum wird damit für die hervorragende Gesamtleistung der umfassenden Neugestaltung der Dauerausstellung gewürdigt. Die zwei Spezialpreise erhalten das Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda und das GRASSI Museum für Angewandte Kunst in Leipzig. Die beiden Spezialpreise sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert.

Barbara Klepsch gratuliert den Gewinnern

Kulturministerin Barbara Klepsch spricht: "Ich gratuliere allen drei Preisträgern des Sächsischen Museumspreises 2025 herzlich zu diesem Erfolg. Der Hauptpreisträger, das "KohleWelt - Museum Steinkohlenbergbau Sachsen", hat sich als ein beeindruckender touristischer Anziehungspunkt mit Angeboten für unterschiedliche Zielgruppen entwickelt. Für viele Menschen in Sachsen ist zwar die Geschichte der Braunkohle bekannt. Dass auch die Steinkohle einen wichtigen Teil der Industriegeschichte darstellt, wird in der Ausstellung eindrucksvoll vermittelt. Dabei gelingt es dem kleinen Museumsteam hervorragend, diese Industrie aus sehr unterschiedlichen Perspektiven anschaulich darzustellen. Großartig!"

Spezialpreisträger aus Hoyerswerda und Leipzig

Das Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda wird als Spezialpreisträger (5.000 Euro) für ein gelungenes Konzept in Verbindung von Stadtmuseum mit dem Zoo und der Gestaltung eines lebendigen Museumsortes ausgezeichnet. Das besondere hier ist das mutige Konzept in der Verbindung von Schloss und Stadtmuseum mit dem Zoo, welches in dieser Form sehr selten ist. Mit sehr guter Vermittlungsarbeit entstand ein lebendiger Museumsort für die Stadtgesellschaft, der die Gäste herzlich willkommen heißt. Besonders hervorzuheben ist der Einsatz des Museums für historische Themen wie das Dokumentationszentrum Kriegsgefangenlager Elsterhorst oder die Verknüpfung mit der sorbischen Geschichte.

Ein weiterer Spezialpreisträger für den Sächsischen Museumspreis 2025 ist nach der Juryentscheidung das GRASSI Museum für Angewandte Kunst in Leipzig. Dieses Museum schafft es seit vielen Jahren, seine bedeutende Rolle national und international auf hohem Niveau zu halten und durch die Aufnahme von Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit gezielt weiterzuentwickeln. Im Jubiläumsjahr 2024 wurde die ganze Bandbreite der außergewöhnlichen Professionalität noch einmal besonders deutlich. Dabei schafft es das Museum, die Besucher mit partizipativen Angeboten sehr gut in die Ausstellungen einzubeziehen.

Kulturministerin Barbara Klepsch freut sich

"Museen sind Orte, an denen Menschen zusammenkommen, ihre regionale Identität entdecken und neue Ideen entwickeln. Sie genießen bei den Menschen höchstes Vertrauen. Die Anforderungen an Museen sind in den letzten Jahren enorm gewachsen und sie stellen sich den Herausforderungen mit beeindruckender Innovationskraft und einem tiefen Verständnis für ihre Region und ihre Menschen. Ich danke den Menschen hinter den Kulissen herzlich für ihr Engagement: den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, den Unterstützern und Förderern. Sie sind das Fundament unserer Museumslandschaft. Ich danke auch der Jury und der Landesstelle für Museumswesen, die diese Preisverleihung möglich gemacht haben", betont Kulturministerin Barbara Klepsch weiter.

 

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