Diesjährige Ernte liegt unter dem Durchschnitt

Landwirtschaft Getreide und Raps konnten dieses Jahr nicht gut gedeihen

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Paul Hinkel mäht Getreide. Im Erzgebirge ist ein Teil der Ernte bereits eingefahren. Foto: Jan Görner

Großrückerswalde. Die Bauern im Erzgebirge werden in diesem Jahr eine unterdurchschnittliche Getreide- und Rapsernte einfahren. Zu diesem Ergebnis kommt der Geschäftsführer des Regionalbauernverbandes Erzgebirge Werner Bergelt nach ersten Auswertungen. Bis zum Ende der vergangenen Woche sollte alles von den Feldern sein. Die Landwirte der Region sind bis in die späten Abendstunden mit der Ernte beschäftigt gewesen. Sie haben das sommerliche Wetter nutzen wollen.

Witterungsbedingungen schmälern den Ertrag

"Der Ertrag wird etwa 20 Prozent unter dem der vergangenen fünf Jahre liegen", schätzt Werner Bergelt ein. Die Ursachen hierfür liegen in den ungünstigen Witterungsbedingungen. Die Preise, die für Getreide gezahlt werden, sind ebenfalls gesunken. Maximal 15 Euro wird die Dezitonne bringen. Vor fünf Jahren sind es noch bis zu 22 Euro gewesen. Die Bauern im Erzgebirge bauen ihr Getreide vor allem zur eigenen Futtergewinnung an.

Einiges an Gerste wird von Brauereien verarbeitet. Der Raps wird komplett in die Mühlen gefahren. Hafer ist in diesem Jahr mehr angebaut worden als sonst. "Er bringt gute Erträge und lockert die Fruchtfolge auf, was sich positiv auf den Boden auswirkt", erklärte das Werner Bergelt. Außerdem eignet sich Hafer sehr gut als Futter für Pferde und Kälber.