DKW-Rennwagen: "Fix voran mit Frontantrieb" - Ausstellung in Chemnitz

Oldtimer Sonderausstellung zeigt erstmals Rennwagen

Chemnitz. 

Chemnitz. Die Sonderausstellung "Fix voran mit Frontantrieb - 90 Jahre DKW-Rennwagen" ist derzeit im Museum für sächsische Fahrzeuge Chemnitz bis 4. Oktober zu sehen. Insgesamt 11 Rennwagen aus den Jahren 1930 bis 1950, darunter der Fachsenfeld DKW F1 Weltrekordwagen aus der Vorkriegszeit. Der Drebacher Thomas Hofmann hat seinen DKW Monoposto als Leihgabe dem Museum überlassen. Doch eines ist bereits gewiss: "Zur Zschopauer Classic am 24. Mai werde ich mit dem Fahrzeug an den Start gehen. Für diesen Tag werde ich ihn aus Chemnitz holen und danach wieder reinstellen."

Der ehemalige ADAC Sachsen-Vorstand Sport aus Chemnitz, Rolf Uhlig, sagte: "Die Ausstellung ist eine Erweiterung der Automobiltechnik und Ergänzung zum sächsischen Kraftfahrzeugbau, die ihresgleichen sucht. Ich war weltweit in Museen, ob in Suzuka, Motegi, Donington, Sinsheim oder in Hockenheim. Vor diesem Hintergrund kann Chemnitz stolz sein, solch ein aussagefähiges Museum vorweisen zu können, es ist eine große Anerkennung", so der 80-Jährige. Und der ehemalige Zweirad- und Automobil-Rennfahrer in den 50er- bis 80er-Jahren, Dietmar Graupner aus Annaberg-Buchholz, sagte: "Die gesamte Ausstellung finde ich Spitze. Die Sonderausstellung ist eine Seltenheit, die weltweit ihresgleichen sucht. Man sieht aber auch deutlich, wie die Rennfahrer in den 30er und 40er Jahren arbeiten mussten. Da gab es keine Servolenkung oder ähnliches, das war ausschließlich Manneskraft. Was Frieder Bach hier zusammengestellt hat, sollte man sich unbedingt anschauen, denn es steht auch spürbarer Idealismus dahinter. Die Ausstellung selbst lässt nichts zu wünschen übrig. Und angesichts der Motorräder bei meinem Rundgang, wovon ich in meinem Leben selbst einige besaß, weckt dies einfach Erinnerungen", so der 83-Jährige.

Die Ausstellung ist täglich, außer montags, von 10 bis 17 Uhr geöffnet.