Dotchev: Lust auf mehr

Charakter Cheftrainer geht mit dem Team unbeirrt seinen Weg

Wer ist dieser Pavel Dotchev, der den FC Erzgebirge Aue in einer denkbar schlechten Situation übernommen hat? Wer ist dieser Fußballtrainer, der als Pokalschreck gilt? Wer ist dieser 50-Jährige, der zunächst im Erzgebirge nicht unumstritten war?

Pavel Dotchev ist einer, der ein junges Team vor einem Pokalfight so mit Selbstvertrauen ausstatten kann, dass es selbst haushohe Favoriten aus dem DFB-Pokal kicken kann. Er ist der Trainer, der zig neue, junge Spieler holte und nur wenigen "alten" Kickern das Vertrauen schenkte. Er ist einer, der die Profis nicht nur sportlich, sondern auch charakterlich weiter bringen will. Er ist der 50-Jährige, der unbeirrt mit "seinen" Jungs Schritt für Schritt in der Tabelle der so hart umkämpften 3. Fußballliga nach oben klettert. Dotchev ist einer, der weiß, dass sich der Charakter eines Teams erst in der Krise zeigt. Aus einer solchen Krise haben sich Dotchev und seine Mannschaft bereits einmal herausgekämpft - sind gestärkt aus dieser hervorgegangen. Nun steht der Trainer mit seinem Team auf dem 3. Tabellenplatz und hat das Gefühl: "Sie haben Lust auf mehr." Selbst in dieser Woche, da er sein Team etwas kürzer trainieren ließ, damit es die notwendige Frische hat, um die schwere englische Woche anzugehen, stellte Dotchev fest: "Sie machen viel von allein."

Auch traut er seinem Team durchaus in dieser knallharten englischen Woche drei Siege zu, warnt aber gleichzeitig: "Wir dürfen nicht auf das Paket gucken, sondern immer nur auf das nächste Spiel." Das nächste Spiel ist die Begegnung gegen Osnabrück, die nur einen Punkt weniger als Aue haben. Dann kommt das Achtelfinale im DFB-Pokal. Die Veilchen empfangen den Zweitligisten 1. FC Heidenheim. Zum Jahresabschluss kommt der Zweite der Tabelle, die SG Sonnenhof Großaspach, die genau einen Punkt mehr als der FCE hat.…