Dotchev spinnt dicken Faden mit den Veilchen

Fussball FCE-Aufstiegstrainer zieht es gern ins Erzgebirge

Aue. 

Aue. Gleich zweimal wurde Pavel Dotchev im Erzgebirgsstadion gesichtet. Der 53-Jährige Coach saß sowohl gegen den MSV Duisburg als auch gegen den SC Paderborn auf der Tribüne. Was macht Dotchev im Erzgebirge - das hat sich der ein oder andere Veilchenfan deshalb gefragt? "Der Kontakt ist nie abgerissen", sagt der Coach. Sowohl zu Vereinspräsident Helge Leonhardt als auch zu Mitarbeitern der Geschäftsstelle spinnt Dotchev demnach einen dicken Faden.

"Weil ich ja aber selbst bei Rostock tätig war, konnte ich nicht ins Erzgebirge zu Spielen kommen. Es ist ja nicht gleich um die Ecke", meint er. Den 60. Geburtstag des Veilchen-Bosses im November hat er sich jedoch nicht entgehen lassen. Seit seiner Entlassung bei Hansa Rostock Anfang Januar hat der Bulgare, dem auch schon mit Paderborn der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelungen war, wieder mehr Zeit und fährt gern zu Punktspielen nach Sachsen.

Abstand von den Strapazen - aber nicht ohne Fußball als Zuschauer

"Momentan bin ich in Paderborn bei meiner Familie und versuche Abstand, von den ganzen Strapazen, zu nehmen." Mittlerweile sei er auch auf der Suche nach einem neuen Job: "Aber ich bin keiner, der den Jobs hinterherläuft. Ich lasse mich gern überraschen." Allerdings sei er wieder soweit, arbeiten zu können. Voller Inbrunst und mit einem Lachen sagt Dotchev: "Ich bin voller Power und voller Energie." Seine Besuche im Erzgebirgsstadion genießt er sehr und bezeichnet den neuen Tempel als "Schmuckkästchen". "Zu meiner Zeit war es Baustelle - laut und dreckig. Jetzt ist es wunderschön und die Atmosphäre hilft natürlich auch der Mannschaft."