Drastisch: Schneeberg schraubt Bänke vom Markt ab

Innenstadt Bürgermeister appelliert sich an die Regeln zu halten

Schneeberg. 

Schneeberg. Die Stadt Schneeberg greift zu drastischen Mitteln - nachdem das Eis Venezia in der Bergstadt wieder geöffnet hat, nutzen viele bei schönem Wetter die Möglichkeit bei ihrem Spaziergang Eis zu essen, was grundsätzlich erlaubt ist. Schneebergs Bürgermeister Ingo Seifert hat sich nach dem Wochenende jetzt an die Bürger gewendet: "Es freut mich, dass das Eis Venezia wieder geöffnet hat. Bereits am Freitag hatte ich darum gebeten, wenn man Eis kauft, dieses doch bitte unterwegs zu essen." Das habe zum überwiegenden Teil geklappt, aber es hat auch Personen gegeben, die sich nicht daran gehalten haben, so Seifert: "Sie haben sich auf dem Markt niedergelassen und sich mit Menschen getroffen, die nicht unmittelbar zum Hausstand gehören."

Das Schneeberger Ordnungsamt habe versucht auf diese Menschen einzuwirken mit mäßigem bis gar keinem Erfolg, ärgert sich das Stadtoberhaupt. Ingo Seifert weiß genau, dass der Markt dazu einlädt, sich dort aufzuhalten. Dafür sei er ja normalerweise auch da, aber eben aktuell nicht, weil das die Corona-Schutzverordnung nicht zulässt. Man habe verschiedene Überlegungen angestellt: "Entweder wir reden uns weiter den Mund fusselig, bringen Schilder an oder schrauben die Bänke ab." Entschieden hat man sich für Letzteres im Bereich des Marktes. Auf dem Fürstenplatz sind die Bänke mit Absperrband versehen worden.

Ingo Seifert versteht Menschen, die ihren Missmut zum Ausdruck bringen, wie er sagt: "Momentan gibt es aber keine andere Möglichkeit, mit Nachdruck zu zeigen, dass es in der Phase jetzt nicht möglich ist, sich auf dem Markt zu treffen, zu schwatzen und dabei Eis zu essen. Ich weiß, dass die Leidensfähigkeit aller auf einen sehr harten Prüfstand gestellt wird und ich habe großen Respekt vor Ostern. Wenn wir uns nicht an die Allgemeinverfügung halten, sehe ich die Gefahr, dass wir zu härteren Maßnahmen greifen müssen oder sogar dazu gezwungen werden." Gegebenenfalls müsse man das Eis Venezia schließen, weil man die Situation auf dem Markt nicht in den Griff bekommt. Das wolle man nicht, deshalb diese Entscheidung, sagt Seifert, der darum bittet, diese mitzutragen.