Drebach fast schuldenfrei

Finanzen Verbindlichkeiten der Geminde schmelzen immens

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Foto: Getty Images/iStockphoto/OlegGr

Drebach. Der Schuldenberg der Gemeinde Drebach schmilzt immens. Drückten die Gemeinde vor wenigen Jahren noch Verbindlichkeiten in Höhe von mehreren Millionen Euro, werden es zum Jahresende noch etwa 544.000 Euro sein, sagte Kämmerin Kathrin Sieber auf Nachfrage. Doch damit nicht genug. Im kommenden Monat will die Verwaltung einen Kredit vollständig tilgen und einen weiteren anteilig abbezahlen: "Danach belaufen sich die Verbindlichkeiten der Gemeinde noch auf rund 160.000 Euro." Der letzte Kredit, der abzustottern sei, werde 2020 fällig. Dann ist die Kommune nach jetzigem Stand schuldenfrei.

Weniger Zinsen erleichtern Finanzplanung

Möglich wird der Abbau der Schulden durch den Verkauf gemeindeeigener Wohnhäuser. Damit hatte die Gemeinde vor etwa vier Jahren begonnen. Nach zunächst zögerlichem Beginn fanden sich immer mehr Zahlungswillige, die die Mehrfamilienhäuser erwarben. So ging vor kurzem der Kaufpreis von 246.000 Euro für das Gebäude Waldstraße 15 in Spinnerei, in dem sich früher eine Kinderkrippe befand, bei der Verwaltung ein. Diesen Monat wird die Überweisung des Kaufpreises für das Wohnhaus Venusberger Straße 5 in Drebach erwartet. Mit dem Geld löst die Gemeinde im Januar zunächst einen Kredit bei der Sparkasse über etwa 304.000 Euro ab, einige Wochen später einen weiteren Kredit anteilig über rund 84.000 Euro. Derzeit stehen noch sieben Wohngebäude zum Verkauf.

Die gesunkene Schuldenlast wird besonders bei den Zinsen deutlich. Wurden 2016 noch Zinsen in Höhe von 29.000 Euro für die Verbindlichkeiten fällig, erwartet die Kämmerin für dieses Jahr Ausgaben von 12.000 Euro. Dieses Geld kann nun beispielsweise in Investitionen fließen und kommt somit der Gemeinde zugute.



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