Drei Bäume vereint zu einem Denkmal

Gedenken Erinnerung an Tag der Einheit

Die Stadt Schwarzenberg besitzt seit einer Woche ein neues Denkmal. "Es erinnert an die Deutsche Einheit vor 25 Jahren und hat einen würdigen Platz an der Straße der Deutschen Einheit im Ortsteil Neuwelt, direkt an der Bushaltestelle oberhalb der Grundschule gefunden", sagt Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer zur Enthüllung einer Gedenktafel.

Drei Bäume für Deutschlands Einheit stehen als Leitmotiv obenan. Initiator des grünen Einheitsdenkmals ist Werner Erhardt.

Der 67-Jährige aus der Schwarzenberger Partnerstadt aus dem fränkischen Wunsiedel gehört mit seinem Vorschlag zu den denjenigen, die von 11.000 deutschlandweit an die Bundeskanzlerin eingereicht wurden. "Ich war einerseits überrascht und andererseits natürlich auch erfreut, dass mein Vorschlag unter den zahlreichen Beachtung fand", sagt der Wunsiedler. Seit September 1990 besteht zwischen Schwarzenberg und Wunsiedel im Freistaat Bayern eine Städtepartnerschaft. Werner Erhardt hat sich seit dieser Zeit für die Zusammenarbeit immer wieder engagiert. Gegenseitige Besuche, unter anderem bei Festlichkeiten beider Städte, stellen nur einen kleinen Teil der gemeinsamen Aktivitäten dar und er weilt auch gern als Tourist in der Perle des Erzgebirges, wie Schwarzenberg genannt wird.

Seine drei Bäume widmete er als "grünes Denkmal" der Deutschen Einheit und erläutert: "Durch wachsen der Bäume und Ineinandergreifen der Kronen werden der Wandel und als Zusammenwachsen des ehemaligen geteilten Landes dokumentiert. Die Kiefer steht dabei für den ehemaligen Osten, die Rotbuche für den Westen und die Eiche symbolisiert das wiedervereinigte Deutschland."

Dabei handelt es sich um das sechste Denkmal dieser Art in Sachsen und das erste im Erzgebirgskreis. Symbolträchtig steht es an der Straße der Einheit, die bereits seit 1950 diesen Namen tragen soll. Selbst die Oberbürgermeisterin kann nicht erklären, wie die Straße zu diesen Namen gekommen ist und meint: "Wer es genau weiß, kann ruhig im Schwarzenberger Rathaus einmal vorsprechen."