Drei elfjährige Mädchen lösen Gefahrenbremsung einer Citybahn aus

Am Dienstagabend musste eine Citybahn zwischen Dittersdorf und Burkhardtsdorf anhalten, nachdem sich drei elfjährige Mädchen mit Inlinern neben den Gleisen aufhielten.

Burkhardtsdorf

Auf der Strecke Burgstädt Aue kam es am Donnerstagabend gegen 18.44 Uhr im Bereich zwischen Dittersdorf und Burkhardtsdorf zu einem gefährlichen Zwischenfall im Bahnverkehr.

Kinder auf der Brücke

Nach den vorliegenden Informationen befanden sich drei Kinder auf einer Bahnbrücke unmittelbar neben den Gleisen und fuhren dort mit Inlinern. Die Triebfahrzeugführerin der Citybahn erkannte die Situation frühzeitig.

Die Fahrerin leitete daraufhin eine Gefahrenbremsung ein und gab ein Pfeifsignal. Nach Angaben der Bundespolizei kam die Bahn noch vor der Brücke zum Stehen. Dadurch konnten die Kinder zum Verlassen der Brücke bewegt werden.

Nach der Meldung durch die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn AG machte sich eine Streife des Bundespolizeireviers Chemnitz Hauptbahnhof mit Sonder und Wegerechten auf den Weg zum Ereignisort.

Streife trifft Beteiligte an

Um 19.11 Uhr trafen die Einsatzkräfte vor Ort die Triebfahrzeugführerin sowie drei Mädchen im Alter von elf Jahren an. Inzwischen waren auch die Erziehungsberechtigten der Kinder eingetroffen.

Die Bundespolizisten belehrten die Kinder und deren Erziehungsberechtigte noch vor Ort. Dabei wurde nach Angaben der Bundespolizei eindringlich auf die Gefahren im Gleisbereich hingewiesen.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten alle Beteiligten den Ort verlassen. Weitere Angaben zu Verletzten wurden in der Mitteilung nicht gemacht.

Strecke wieder freigegeben

Gegen 19.25 Uhr wurde die Strecke wieder freigegeben. Die Citybahn konnte anschließend ihre Fahrt fortsetzen.

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass der Aufenthalt im Gleisbereich leichtsinnig und lebensgefährlich ist. Moderne Züge seien oft erst dann zu hören, wenn es bereits zu spät sein könne. Zudem könnten Züge nicht ausweichen.

Bislang ist bekannt, dass die Triebfahrzeugführerin durch ihr frühes Erkennen der Situation und die eingeleitete Gefahrenbremsung eine mögliche Gefahrensituation rechtzeitig entschärfen konnte. Die Strecke war für kurze Zeit unterbrochen.

Ob es durch den Vorfall zu Verspätungen im Bahnverkehr kam, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.

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