Drei Tage Zeit für ein Musical

Projekt Junge Leute führen in Aue die Geschichte von Josef auf

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Das Adonia-Musical "Josef" ist von 70 Teenagern der Region in Aue aufgeführt worden und heute ist es in Schwarzenberg zu sehen. Foto: R. Wendland

Aue. Es sind Teenager, die beim Adonia-Musical "Josef" auf der Bühne stehen. Insgesamt sind es 70 junge Leute, die innerhalb von nur drei Tagen ein Musical so einstudiert haben, dass es bühnenreif ist. In einem Musicalcamp wurde mit der gesamten Adonia-Crew geübt und geprobt. Mehr als die Hälfte der Akteure kommen aus Aue und Umgebung. Begleitet werden die Teenager von einer peppige Live-Band. Im Kulturhaus in Aue, wo das Musical jetzt aufgeführt wurde, gab es jede Menge Applaus aus dem Saal, der quasi bis auf den letzten Platz gefüllt war.

Erzählt wird die Geschichte von Josef, der von seinen eifersüchtigen Brüdern beinahe umgebracht und als Sklave nach Ägypten verkauft wird. Später landet er unschuldig im Gefängnis. Man stellt die Frage: hat Gott ihn verlassen? Doch die Geschichte geht weiter: Josef wird zum zweithöchsten Mann des Landes, erfolgreich und mächtig, doch der Schmerz über den Verlust seiner Heimat und den Hass seiner Familie bleibt.

Neben Aue ist das Musical "Josef" noch einmal zu erleben und zwar heute ab 18:30 Uhr in der Ritter-Georg-Halle in Schwarzenberg. Der Eintritt zum gut 90-minütigen Musical ist auch dort frei - es wird um eine freiwillige Spende gebeten. Das Musical "Josef", das auch eine Menge aktuellen Bezug hat, wird deutschlandweit 148 Mal aufgeführt. Dazu braucht es 37 regionale Adonia-Projektchöre.