Drogenprävention schon in Kita

Initiative Simone Lang von der SPD setzt auf frühzeitige Aufklärung

Dass im Kampf gegen Drogenmissbrauch Prävention wichtig ist, ist nicht neu. Neu aber ist, dass sich die SPD-Landtagsabgeordnete Simone Lang bereits im Kindergartenalter damit ansetzen will: "In den Familien und auch in den Kindertagesstätten wird der Grundstein dazu gelegt, die Mädchen und Jungen mit Grundkompetenzen für ihr künftiges Leben auszustatten", sagt Lang und nennt beispielhaft Konfliktbewältigung und Teamfähigkeit. Lang bedauert: "Derzeit spielt das Thema Drogenprävention in der Regel frühestens ab der 7. oder 8. Klasse in den Schulen eine Rolle. Dazu werden auch polizeiliche Präventionsangebote genutzt." Nach ihrer Ansicht ist das einfach zu spät. Und Lang sieht sich durch regionale Vertreter der Polizei bestätigt, da es oftmals bereits Elf- bis Zwölfjährige sind, die in den Drogenkonsum einsteigen.

"Der Freistaat Sachsen hat aktuell mehr Geld für Prävention im Haushalt eingestellt", sagt die Sozialdemokratin und sieht darin eine gute Chance, jetzt neue, sinnvolle Projekte zu starten. Damit bereits auf kindgerechte Weise in Kindertagesstätten zu beginnen, ist die Idee von Simone Lang. "Ich möchte demnächst Gespräche mit Erzieherinnen und Erziehern initiieren, um gemeinsam zu beraten, welche Mittel und Methoden geeignet sind, um Eltern und deren Kinder in den Kindertagesstätten auf Thematik Drogenprävention frühzeitig aufmerksam zu machen", so Simone Lang. Menschen müssten aufgeklärt, der Reiz der Drogen genommen werden. "Und es muss auch für diejenigen Ausstiegschancen geben, die abhängig geworden sind", so Lang. Ihre Fraktion habe in den Haushaltsverhandlungen großen Wert darauf gelegt, Gelder für Prävention aufzustocken. Die Mittel für die Suchtbehandlungs- und Beratungsstellen wurden jährlich um 1 Millionen Euro auf 5,1 Millionen Euro erhöht.