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Dynamisches Duo aus Zschopau freut sich auf Junioren-WM

Skispringen Lia Böhme und Lilly Kübler gehören in Lahti zum deutschen Aufgebot

Zschopau. 

Zschopau. Auf zwei Skispringerinnen des SV Nordisch/Alpine Zschopau wartet eine große Herausforderung. Lia Böhme und Pia Lilian Kübler werden nicht nur ihren Verein, sondern ganz Deutschland bei den Junioren-Weltmeisterschaften im finnischen Lahti vertreten. Dort wird es zwar erst am 10. Februar (Einzel) und 12. Februar (Team) so richtig ernst, doch die Reise des Duos aus dem Erzgebirge hat bereits begonnen. "Sie absolvieren gerade eine individuelle Vorbereitungswoche in Oberstdorf", erklärt Heimtrainer Achim Schaale. Auch die Einkleidung haben die jungen Damen schon hinter sich: "Auch das ist wichtig, denn die Anzüge müssen genau passen und den Regeln entsprechen."

 

Corona erschwert Vorbereitung

Mit optimaler Ausrüstung hoffen die jungen Damen in Finnland auf optimale Sprünge. Damit dies auch gelingt, sind die aktuellen Übungseinheiten in Oberstdorf sehr wichtig. Schanzentraining war in der Vorbereitung schließlich eine Seltenheit. "Der Stützpunkt in Klingenthal war geschlossen", erklärt Schaale. Die beiden Sportschülerinnen mussten sich wegen der Pandemie mit detaillierten Trainingsplänen individuell in Form bringen, wobei es in erster Linie um Kraft und Technik ging. Einige Sprünge konnten dennoch absolviert werden, "denn sie waren auch oft bei Lehrgängen dabei", so der Trainer.

 

Mit Unbekümmertheit und Erfahrung

 

Obwohl die aus Dittersbach stammende Lia Böhme mit ihren 15 Jahren zu den jüngsten JWM-Teilnehmerinnen gehört, sei mit ihr zu rechnen. "Sie springt einen sehr forschen Stil", sagt Schaale über die Unbekümmertheit der Erzgebirgerin. Dank der gelang gleich bei der Premiere im Deutschlandpokal ein klarer Sieg in der Gesamtwertung. Und auch bei internationalen Wettbewerben machte Lia Böhme mehrfach als beste Deutsche auf sich aufmerksam. Pia Lilian Kübler, genannt Lilly, ist schon wesentlich erfahrener. So war die 18-Jährige im vergangenen Jahr schon einmal bei einer JWM dabei - und glänzte beim Heimspiel in Oberwiesenthal mit Bronze im Teamwettbewerb. Ein ähnliches Abschneiden in Lahti würde nun große Freude wecken, wobei Achim Schaale keine konkreten Prognosen wagt. "Alles ist möglich", sagt der Trainer nur.