Effizient wohnen und die Umwelt schützen

Baureport Zukunftsfähiges Wohnen in Neukirchen wird Realität

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Diana Trottnow, die für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit bei der Firma FASA AG in Chemnitz zuständig ist, informiert sich auf einem Bauplan über den aktuellen Stand des neuen Aktivsonnenhauses in Neukirchen. Foto: Georg Dostmann

Neukirchen. Im Sommer dieses Jahres wurde der Grundstein für das erste Aktivsonnenhaus in Neukirchen gelegt. "Als Aktivsonnenhäuser werden Gebäude bezeichnet, die einen solaren Deckungsgrad von mindestens 50 Prozent haben", erklärt Diana Trottnow, die bei der zuständigen Chemnitzer Firma FASA AG für das Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Das Prinzip: Die Sonne erwärmt im Sommer über die Solarkollektoren (circa 63 Quadratmeter) das Wasser im perfekt isolierten Solarspeicher. Die gespeicherte Wärmeenergie darin reicht bis in die kalte Jahreszeit und wird von den Hausherren kostenlos für Heizung und Warmwasserbereitung genutzt. Bei längeren sonnenarmen Zeiten kann über einen Kaminofen mit Wärmetauscher nachgeheizt werden. Dies ist aber nur an wenigen Tagen im Jahr nötig. Es entstehen jährlich lediglich rund 120 Euro an Energiekosten.

Die Häuser der FASA AG erreichen sogar einen solaren Deckungsgrad von 90 Prozent. "Dies ist durch die kompakte Bauweise und eine sehr steil aufgestellte Dachfläche mit Kollektoren möglich", berichtet Diana Trottrow. Dadurch wird eine maximale Lichtausbeute im Winter erreicht, in dem die Wärme am meisten benötigt wird. Die Anschaffungskosten des kompletten innovativen Energetiksystems rentieren sich bereits nach wenigen Jahren. Abhängig von der Wohnfläche, können jährlich zwischen 2000 und 3000 Euro an Heizkosten eingespart werden.

Zusätzlich wird die Belastung der Atmosphäre mit CO2 vermieden - klimaschonendes und zukunftsfähiges Bauen und Wohnen wird Realität. Übrigens: Der Bau von Sonnenhäusern ist kein Hexenwerk und findet seine Umsetzung nicht nur bei Einfamilienhäusern.