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Chemnitz

Eger-Nebel trübt sonniges Herbstwetter

Phänomen Nebel ist nahe der Grenze nur im Herbst und Winter zu beobachten

Annaberg-B. 

Annaberg-B. Die tollen Herbsttage enden auch in der kommenden Woche nicht. Derzeit ist es fast überall in Deutschland zu warm und zu trocken. Grund hierfür ist eine eingefahrene Wetterlage. Immer wieder entstehen regelrechte Bollwerke über Mitteleuropa. Diese Hochdruckgebiete lassen eine Westwetterlage (sie bringt kühleres und deutlich feuchteres Wetter) nicht zu. Der goldene Herbst weicht daher auch nächste Woche nicht, ein neues "Bollwerk" entsteht. Dennoch fragen sich einige Anwohner und Touristen in der Kammregion warum dichter Nebel und kühle drei Grad Celsius das Herbstwetter trüben. In der Meteorologie bezeichnet man das als "Egernebel".

Wie entsteht der Nebel?

Der Eger-Nebel entsteht aus einem einfach Prinzip heraus. Tschechien ist an den Ländergrenzen nach Polen, Deutschland und auch teilweise an der Slowakei von einem Gebirge umgeben. Das Gebirge (Riesengebirge, Oberlausitz, Erzgebirge, Bayrischer Wald) ist jeweils recht steil. Tschechien ist demnach wie eine Badewanne geformt. Dabei entsteht in den Herbst- und Wintertagen eine Inversionswetterlage. Eine Nebelschicht trennt dabei kühlere Luft von wärmerer Luft in der Höhe. Getrennt wird dies ganze durch eine Nebeldecke. Dieser Nebel schwappt mal mehr, mal weniger über den Erzgebirgskamm nach Sachsen und Bayern hinein.

So gibt es in Jöhstadt heute nur 3 °C und dichten Nebel, im nur 8 Kilometer entfernten Annaberg-Buchholz scheint die Sonne. Aber zum Glück gibt es diese Wetterzweiteilung nur in den Herbst- und Wintermonaten bei einer Ostlage.



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