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Ehemalige Amtsberger Mülldeponie soll der Natur zugute kommen

Sanierung Gemeinde will belastetes Grundstück übernehmen und verschönern

Amtsberg. 

Amtsberg. Wo früher die Menschen ihren Abfall gelagert haben, soll künftig die Natur blühen. Dieses Ziel verfolgt die Gemeinde Amtsberg im Fall einer ehemaligen Mülldeponie, das bis zuletzt von der Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten (Gesa) verwaltet wurde. Nun wurde das Grundstück von der Gesa der Kommune zur Eigentumsübertragung angeboten. Obwohl dafür die Zahlung eines Wertausgleichs erforderlich ist, wollen die Amtsberger diese Chance nutzen. Schließlich kann laut Bürgermeister Sylvio Krause "von den Altlasten etwas in Ordnung gebracht werden, ohne dafür viel Geld aufzubringen".

Als Lagerplatz für den Bauhof genutzt

Die Zahlung an die Gesellschaft aus Berlin hält sich mit 1000 Euro in Grenzen. Diesen niedrigen Wert hatte ein Gutachten ergeben, da das Grundstück nicht bebaut werden kann. Aktuell ist es von der Gemeinde gepachtet, da der kommunale Bauhof die Fläche als Lagerplatz für Baumaterialien nutzt. Durch den Kauf können diese jährlichen Ausgaben gespart werden, zumal auch der Bauhof samt Lagerplatz bald an einen neuen Standort umziehen soll. Dafür vorgesehen ist die ehemalige Decker-Fabrik, für deren Abriss ein Fördermittelantrag gestellt wurde. Um die Eigentumsaneignung zu realisieren, muss aber zunächst eine Grundbuchbereinigung erfolgen. Schließlich galt das Grundstück zuletzt laut Krause offiziell als herrenlos. Zu DDR-Zeiten wurde es als Mülldeponie genutzt.

Vergangenheit lässt Fragen offen

Aufgrund der Vergangenheit bezeichnet der Bürgermeister die Übernahme der Fläche als "nicht ganz risikolos". Gemeint sind die Bodenschichten in einer Tiefe ab zwei Metern. "Was zwischen 1960 und 1990 dort reinkam, ist nicht genau bekannt", erklärt der Bürgermeister. Allerdings habe ein Monitoring des Landratsamtes vor einigen Jahren keine bedenklichen Ergebnisse hervorgebracht. "Uns ist nichts bekannt", sagt Krause, nachdem die Fläche mit Sonden und Wasserproben untersucht worden war. Die Sorgen halten sich daher in Grenzen. Es überwiegt die Zuversicht, eine weitere brachliegende Fläche im Ort zu beseitigen. Schließlich soll das Grundstück sinnvoll genutzt werden - zum Beispiel als Ausgleichsfläche für Bepflanzungen. "Das ist ein Ansatz. Wir sind aber auch für andere Ideen offen", sagt der Bürgermeister. Aus dem Gemeinderat kam auch der Vorschlag, dort eine Geländestrecke für Fahrräder zu errichten. "Auch darüber können wir reden", so Krause.