Ehemaliges Hotel wird Asyl-Unterkunft

Sozial 98 Menschen finden in Walthersdorf ein neues Zuhause

Warm, trocken und menschenwürdig, so ist der Anspruch an die Asylunterkünfte im Erzgebirgskreis. Wie das in echt aussieht, davon konnten sich am Montag Hunderte Walthersdorfer im ehemaligen Hotel "Krone" überzeugen. Landratsamt und Bürgermeister hatten zu einem Tag der offenen Tür in die zukünftige Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende eingeladen. Insgesamt sollen hier in Walthersdorf 98 Personen einziehen. Noch in dieser Woche ist der Einzug von 60 Flüchtlingen geplant. Aus welchen Ländern diese stammen, das konnte Peter Mühl von der Landkreisverwaltung am Montag noch nicht sagen. Auch nicht, ob es eher Familien oder alleinreisende Männer sind. Nach der Zuweisungsprognose muss der Erzgebirgskreis noch in diesem Jahr 1.400 Menschen aufnehmen. Trotz aller Bemühungen des Landkreises und der Kommunen ist derzeit die Unterbringung von etwa 1.000 Personen nicht gewährleistet. Zurzeit kämen vor allem Flüchtlinge aus Syrien, Irak, dem Kosovo, Eritrea und Tunesien sowie der Russischen Föderation, eben ein Mix aus allen Konfliktländern. Zuständig für die soziale Betreuung der Asylsuchenden ist der Verein "Schwach und Stark". Er stellt auch eine Sozialpädagogin zur Verfügung. Untergebracht werden die Menschen im Haupthaus und in vier Bungalows, die alle zweckmäßig mit meist Doppelstockbetten, Kühlschrank sowie Dusche und WC ausgestattet sind. Versorgen müssen sich die Asylbewerber selbst. Der Wunsch einer Walthersdorferin ist: "Ich persönlich kann die Ängste unserer Bürger verstehen. Doch ich hoffe, dass es beiderseits friedlich zugeht und dass auch die Flüchtlinge ihren Beitrag dazu leisten wollen, als Gast in diesem Land." Bürgermeister Sebastian Martin betonte: "Für uns ist das eine große Herausforderung. Wichtig ist, dass sich alle daran beteiligen. Für Sicherheit und Ordnung sorgen rund um die Uhr ein Wachschutzunternehmen sowie in Absprache mit der Polizei die Bürgerpolizisten."