Ehrenbucheintrag für Lothar Jockisch

Auszeichnung 76-Jährige ist seit 50 Jahren Vorsitzender des Erzgebirgszweigvereins in Solingen

Aue. 

Lothar Jockisch hat sich ins Ehrenbuch der Stadt Aue eingetragen. Der 76-jährige, der ursprünglich aus Lauter stammt, hat seit 50 Jahren den Vorsitz des Erzgebirgszweigvereins in Solingen, der heutigen Partnerstadt von Aue. Damit hat Lothar Jockisch, der einst Bäcker gelernt hat und als Schulhausmeister tätig war, etwas geschafft, wie kein anderer vor ihm: ein solch langjähriger Vorsitz ist einmalig in der Geschichte Erzgebirgsvereins. Was der Geehrte bedauert: "Zum Jahresende müssen wir den Erzgebirgszweigvereins Solingen aus Altersgründen auflösen. Es finden sich keine Nachfolger- die jungen Leute haben heute ganz anderen Interessen." Ein schwacher Trost: Ein Kaffeekränzchen soll erhalten bleiben. Die ganze Zeit über hat Lothar Jockisch die Tradition des Erzgebirges hochgehalten und in seiner Wahlheimat Solingen den Menschen nahe gebracht. Der Verein hat, auch in der Zeit, als Deutschland geteilt war, dazu beigetragen, die Verbundenheit zwischen den beiden deutschen Staaten ein Stück zu erhalten. 1994 hat Lothar Jockisch das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen bekommen. Den Kontakt zur Heimat und zur Familie hat Jockisch die ganzen Jahre gepflegt - bis heute kommt er immer wieder gern nach Hause ins Erzgebirge, ist emotional sichtlich gerührt, wenn er über Heimatgefühl und seine Lieben spricht.