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EHV Aue kommt im Derby gegen Dresden nicht über ein Unentschieden hinaus

Handball Emotionalität im Spiel kam erst in der zweiten Halbzeit

Lößnitz. 

Lößnitz. Ein klein wenig haben die Emotionen gefehlt beim Sachsenderby gestern zwischen dem EHV Aue und dem HC Elbflorenz, das vor 1006 Zuschauern in der Erzgebirgshalle in Lößnitz gelaufen ist. Am Ende steht ein 26:26 (11:13)-Unentschieden und Kirsten Weber vom EHV-Trainer-Team sagt, man könne glücklich und zufrieden sein mit dem einen Punkt. Wie er sagt, hatte die erste Halbzeit sehr wenig von einem Derby, sondern vielmehr Testspiel-Charakter. Die Emotionalität im Spiel sei erst in Spielminute 35 aufgeflammt mit der Zeitstrafe von Kevin Roch. "Dann haben wir es auch geschafft, dass Publikum mitzunehmen", so Weber. Zwar habe man auch dann nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen, habe aber mit Emotionalität gespielt. Die Deckungsumstellung auf 5:1 habe in vielen Phasen gegriffen, so Weber, der auch sagt: "Ich mir noch mehr Flexibilität von den Spielern wünscht, wenn es um kurzfristige Positionswechsel geht. Ein- bis zweimal waren die Antennen nicht ausgefahren und dann bekommen wir zu leichte Gegentore. Umso wertvoller war die letzte Spielminute mit sieben gegen sechs. Dort haben es die Spieler geschafft, das umzusetzen - einen langen Spielzug und den Abschuss wirklich drei, vier Sekunden vor Schluss zu suchen und die schnelle Mitte des Gegners gar nicht erst zustande kommen zu lassen."

Spannende Aufholjagd

In der ersten Halbzeit haben die Auer beim 7:4 (15.) mit drei Toren geführt, aber nach einem 3:0-Lauf der Gäste sah man sich beim 7:7 (19.) und in die Pause ging es mit zwei minus beim 11:13. In der zweiten Hälfte haben die Auer nach dem 16:21 (44.)-Rückstand versucht wieder ranzukommen, was auch gelungen ist mit dem 19:21 (46.) und 21:22 (50.). Nach dem 25:26 (59.) durch Bengt Bornhorn, schaffte es Kevin Roch vier Sekunden vor Schluss zum 26:26 auszugleichen und Keeper Erik Töpfer hat das Unentschieden mit einer Parade festgehalten. Aus Spielersicht sagt Adrian Kammlodt: "Es war trotz alledem ein schönes Derby und es hat Spaß gemacht. Punktuell hätte ich mir mehr Feuer von den Fans gewünscht und Unterstützung über 60 Minuten. Wir sind stellenweise nicht so gut reingekommen ins Spiel, haben aber das bewiesen, was uns schon letzte Saison und auch jetzt wieder ausgezeichnet, dass wir in der Crunchtime da sind. Einen solchen Rückstand, wie wir ihn zwischenzeitlich hatten, muss man erst einmal aufholen. Da können wir stolz drauf sein. Aus meiner Sicht ist der eine Punkt ein gewonnener Punkt und kein verlorener."

"Irgendwann hatten wir nichts mehr zu verlieren"

Bengt Bornhorn, mit acht Treffern bester Werfer des EHV Aue sagt: "In der ersten Halbzeit gewinnt Dresden deutlich das Torhüter-Duell und schaffen einige Tore aus erster und zweiter Welle, die sie uns voraus haben. Nachdem sich Dresden mit fünf Toren absetzen konnte, ist es überragend von uns, dass es am Ende 26:26 ausgeht. Irgendwann hatten wir nichts mehr zu verlieren und Dresden hatte auf einmal den Sieg in Aue zu verlieren, das hat man gemerkt. Wir können und müssen zufrieden sein mit dem Unentschieden und dem einen Punkt. Dresden war über die 60 Minuten gesehen die bessere Mannschaft und hintenraus haben wir echt gute Moral bewiesen und haben dann auch Unterstützung vom Publikum bekommen."