EHV Aue verliert zuhause gegen den HSC 2000 Coburg

Heimspiel Knackpunkt war der 5:0-Lauf der Gäste

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Der EHV Aue - im Bild Bengt Bornhorn (am Ball) hat sich Coburg geschlagen geben müssen. Foto: R. Wendland

Lößnitz . Es hat nicht sollen sein - die Handball-Zweitligisten des EHV Aue haben das Heimspiel gegen den HSC 2000 Coburg am Freitagabend mit 19:28 (10:17) verloren. "Die Niederlage tut weh, vor allem in der Höhe", sagt ein enttäuschter Stephan Swat. Der EHV-Coach war zu Beginn des Spieles, das 1400 Zuschauer in der Erzgebirgshalle in Lößnitz miterlebt haben, guter Dinge: "Bis zum 10:12 (25.) waren wir voll im Spiel und hatten da schon zwei Zeitstrafen überstanden." Allerdings hatte man nicht so den Zugriff, wie man das wollte. Swat: "Wir waren emotional nicht so da, wie es gegen den Tabellendritten erforderlich ist."

Verunsicherung bereits zum Ende der ersten Halbzeit

Der Knackpunkt, so der Coach, sei der 5:0-Lauf vor der Halbzeit gewesen. Dort sind die Coburger auf 10:17 davongezogen. EHV-Torhüter Robert Wetzel sagt aus seiner Sicht: "In der ersten Halbzeit sind wir gar nicht in die Abwehr gekommen. Das die Gäste mit 5 Toren wegziehen, das darf nicht passieren." Die schlechte erste Halbzeit habe im Team für eine gewisse Verunsicherung gesorgt, erklärt Marc Pechstein aus Spielersicht: "Das Selbstvertrauen hat da gelitten." In der Pause habe man sich wahnsinnig viel vorgenommen, sagt Swat. Das Kampfgeist und der Willen vorhaben waren, hat man zu Beginn der zweiten Hälfte gesehen. Der EHV war emotional dabei und hat Coburg sogar unter Druck setzen können. Doch man sei nicht wirklich in der Lage gewesen, das Spiel noch einmal zu drehen, da Coburg das unheimlich clever gemacht und freie Chancen genutzt hat. Der Auer Rückraum war komplett kalt gestellt von Coburg. Das hat es dem EHV zusätzlich schwer gemacht. Bengt Bornhorn ist zum Spieler des Tages gekürt worden. Er sagt: "Es tut weh, wenn man so viele einfache Tor bekommt. Coburg hat das sehr gut gemacht."

Coburger Trainer unterschätzte den EHV jedoch nicht

Gäste-Trainer Jan Gorr sagt: "Uns ist nicht verborgen geblieben, was Aue in den letzten Wochen handballerisch abgeliefert hat. Wir sind deshalb mit einer gehörigen Portion Respekt angereist." Die Coburger haben ihre Stärke, die im Gegenstoß-Spiel liegt ausspielen können und haben überdurchschnittlich viele Konter-Tore erzielt. Das sich die Auer immer wieder in Zweikämpfe verstrickt haben, hat den Coburgern zusätzlich in die Karten gespielt. Die Woche über wird man hart arbeiten, so Stephan Swat und dann am Samstag 19:30 in Dresden wieder angreifen gegen den HC Elbflorenz 2006.