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Eibenstock: Nasslager für Holz entsteht

Bau Kooperationsvertrag ist geschlossen worden

Eibenstock. 

Eibenstock. Am Fuße der Talsperren-Mauer Eibenstock entsteht auf dem Gelände der Landestalsperrenverwaltung ein sogenanntes Nasslager für Holz. Ein entsprechender Kooperationsvertrag ist heute zwischen der Landestalsperrenverwaltung und dem Staatsbetrieb Sachsenforst geschlossen worden. Ein weiterer Partner ist der Zweckverband Muldentalradweg, da der Ausbau des Muldentalradweges ebenfalls über das Betriebsgelände bei Neidhardtsthal führt.

Nasslager wird gebaut

"Der Wald im Forstbezirk Eibenstock hat seit 2005 permanent unter Sturm-, Nassschnee- und Schädlingen zu leiden. Etwa 1 Millionen Kubikmeter Schadholz sind in diesem Zeitraum angefallen. Wir brauchen dringend ein Zwischenlager, wo das Holz vorm Borkenkäfer geschützt ist und das geht sehr gut mit einem Nasslager", sagt Forstbezirksleiter Stephan Schusser und ergänzt erklärend: "Auf so einem Platz wird das Holz permanent nass gehalten. So kann man das Holz mehrere Jahre lagern ohne das die Qualität sinkt und ohne, dass Schadinsekten in das Holz gehen. Das ist für uns sehr wichtig." Es sei nicht leicht, geeignete Plätze zu finden, da man im Forstbezirk Eibenstock 60 Prozent Trinkwasserschutzgebietszone hat. Deshalb sei man dankbar, auf dem Gelände der Landestalsperrenverwaltung einen solchen Platz anlegen zu dürfen, so Schusser: "Die Planungen laufen aktuell und wir haben Investmittel beantragt. Wir gehen davon aus, dass wir zwischen 50.000 und 70.000 Euro brauchen werden." Auf dem Nasslager-Platz hofft man, rund 10.000 Kubikmeter an Volumen unterzubekommen. In diesem Jahr soll das Vorhaben so weit umgesetzt werden, damit man 2022 den Betrieb aufnehmen kann. Insgesamt brauche man im Forstbezirk Eibenstock mindestens 50.000 Kubikmeter an Kapazität, was Nasslagerung angeht, wie Stephan Schusser erklärt. Und so sei man dabei, zusätzlich noch mehrere kleinere Plätze im Bereich Blauenthal und Bockau zu lokalisieren und schließlich zu bauen.

Entwicklungspotential ist vorhanden

Gerd Zobel, Betriebsleiter der Landestalsperrenverwaltung sieht Entwicklungspotential, was die Fläche am Fuße der Talsperren-Mauer angeht: "Wir haben die Chance, das Ganze so zu entwickeln, dass es ansehnlich wird und bei den Leuten Interesse weckt. Durch das Nasslager und den Radweg wird die Attraktivität erhöht. Wir wollen auch auf dem Betriebsgelände noch einiges realisieren. Unter anderem Flächen schaffen für Informationstafeln." Der Radweg führt über das Gelände der Landestalsperrenverwaltung und hat eine verbindende Wirkung. "Der Radweg muss durch den Bau des Nasslagers nur minimal, wenn überhaupt verlegt werden", erklärt Eibenstocks Bürgermeister Uwe Staab, gleichzeitig Vorsitzender des Zweckverbands Muldentalradweg: "Der Radweg führt auf dem Landestalsperren-Gelände über die alte Wanderbrücke." Der Planfeststellungsentwurf sei fertig und auch der landschaftspflegerische Begleitplan, so Staab. Es ist auch der Waldumwandlungsantrag gestellt und die Ausgleichmaßnahmen sind weitgehen ermittelt und abgesichert.



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