Hat ein Fußballverein einen eigenen Sound? Viele Fußballfans würden sofort ja sagen. Da gibt es beispielsweise Songs wie "You‘ll Never Walk Alone". Dieser Titel von Gerry & The Pacemakers ist sowohl in Liverpool als auch in Dortmund die Stadionhymne. Auf St. Pauli ist es der Song Hells Bells von AC/DC, der den Fans Gänsehaut beschert.
Aber natürlich gibt es auch Titel, die allein für einen Verein stehen. Beispiele dafür sind "Mer stonn zo dir, FC Kölle" von den Höhnern. Der "Stern des Südens" für den FC Bayern München. "Blau und Weiß, wie lieb ich Dich" wird auf Schalke gespielt und inbrünstig gesungen.
Sound in Aue
Und wie ist es beim FC Erzgebirge Aue? Einerseits gehört zum Sound des Kumpelvereins der Steigermarsch. Ganz klar, den kennt jeder. Der Steiger allein ist es aber nicht. Die Veilchen haben einen ganzen Soundtrack. Zu verdanken ist dies dem Liedermacher Stefan Gerlach aus Zwönitz. Denn Viele kennen ihn aus der Erfolgsband Wind Sand & Sterne.
Doch Gerlach ist eben auch Fußballfan, Fan des FC Erzgebirge und das schon seit Kindertagen.
Lied über den FC Erzgebirge Aue
Gerlach selbst erzählt, dass Mannschaftsleiter Bernd "Zimbo" Zimmermann ihn gebeten hat, ein Lied für und über den FC Erzgebirge Aue zu schreiben. Lang überlegen musste Gerlach nicht. Er griff zur Gitarre und legte los. Ein Lied aber reichte nicht aus. Viel zu viele Geschichten rund um seinen Lieblingsverein hatte der Gerlach, Steff zu erzählen.
Er packte diese Geschichten in Melodien und er steht bis heute für den Soundtrack des FC Erzgebirge Aue, wenngleich er sich im vergangenen Jahr von der Bühne verabschiedet hat. Nach über 60 Bühnenjahren gab er in der Moosheide zwischen Grünhain und Zwönitz mit seiner erzgebirgischen Folk-Rock-Bad Wind Sand & Sterne ein emotionales Abschiedskonzert.
Mehrere Tonträger
Doch zurück zu den Titeln, die sich um seinen Lieblingsverein drehen. Mehrere Tonträger sind in den vergangenen Jahren entstanden. Lieder über Menschen, die den Verein prägten, etwa über Vereins-Legende Willy Tröger oder auch Aufstiegstrainer Gerd Schädlich. Über die Gefühle nach einem Sieg, aber auch das Leiden der Fans nach Niederlagen - Gerlach spricht mit seinen Liedern den Fans aus dem Herzen. Und natürlich stammt auch die FCE-Hymne aus seiner Feder. Wenn die ersten Töne von "Zwei gekreuzte Hämmer" erklingen, steht das Stadion.
Die Fans halten ihre lila-weißen Schals nach oben. Es ist im Erzgebirgsstadion immer wieder ein Gänsehautmoment. Und manch einer im Stadionrund denkt, "Vielen Dank, lieber Steff" für diese Melodie und die so treffenden Zeilen.
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