Ein ganz spezielles Theaterstück

Aufführung Trebraschüler studieren ihr ganz eigenes Krippenspiel ein

Marienberg. 

Weihnachten ist im Erzgebirge die Zeit der Krippenspiele. Junge Gemeinden und Spielscharen proben seit Monaten für die Verkündigung der Geburt Jesu Christi. An der Oberschule Heinrich von Trebra haben sich 13 Mitwirkende seit den Herbstferien auf ihre beiden Aufführungen vorbereitet. Hier wird das Krippenspiel traditionell am vorletzten Schultag vor den Weihnachtsferien gespielt. Im Publikum saßen bei den beiden Aufführungen wie immer Grundschüler aus Marienberg und Umgebung. Geschrieben haben das Stück die 13 Mitwirkenden gemeinsam mit ihrem Politiklehrer Florian Gläser. Die biblische Handlung selbst ist bei den Trebraschülern ein Stück im Stück. Die jungen Leute haben auf eigenen Wunsch die aktuelle Flüchtlingssituation in ihr Geschehen einbezogen. Ihr Krippenspiel begann mit der Ankunft von Flüchtlingen, die sich gegenseitig von ihren bösen Erfahrungen erzählten. Auf der Suche nach einem schöneren Thema erinnerten sie sich an Weihnachten und die damit verbundene Botschaft von der Ankunft des Erlösers Jesus Christus. Diese erzählten die jungen Leute im Anschluss daran. Ein politisches Statement gaben die Jugendlichen nicht ab. Nur die Sehnsucht nach Frieden für alle kam immer wieder zum Ausdruck. Die Kostüme haben die Mitspieler selbst mitgebracht. Einige wurden auch mit Mitteln für Ganztagsangebote finanziert. Das gilt auch für die neue Bühne, die so für 2.000 Euro angeschafft werden konnte. Sie steht nun für schulische Aktivitäten bereit.