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Ein Gedenktag gegen das Vergessen

Volkstrauertag Warum der sogenannte stille Tag weiterhin begangen werden sollte

Ansprung. 

Ansprung. Zum Gedenken an die Gefallenen und in Erinnerung an die in Konzentrationslagern zu Tode Gepeinigten wurden am Volkstrauertag am Sonntag, den 16.11., bundesweit Kränze niedergelegt. So lud auch Marienbergs Oberbürgermeister, André Heinrich, zum Kriegerdenkmal "Morgensternhöhe" nach Ansprung ein, um gemeinsam den Blick auf das Leid derer zu richten, die Opfer von Verfolgung, Gewaltherrschaft und Terror waren und sind.

In Besinnung und gegen das Vergessen

Die Gedenkfeier wurde zusammen mit der Bundeswehr durchgeführt. Gekommen waren neben Personen aus der Öffentlichkeit auch Stadträte und Angehörige. "Der Volkstrauertag ist ein Tag der Besinnung und gegen das Vergessen. Der Krieg ist zwar in die Ferne gerückt, aber nicht abgeschlossen oder schon Vergangenheit. Deshalb sollte dieser Tag unbedingt jährlich weiterhin begangen werden", so Axel Niemann, Kommandeur der Marienberger Jäger, in seiner Ansprache.

Der Volkstrauertag wurde auf Initiative des 1919 gegründeten Volksbundes zum Andenken an die vielen Toten des 1. Weltkrieges ins Leben gerufen. Die erste Feierstunde dazu gab es 1922 im Deutschen Reichstag. Niemals wieder sollte es schreckliche Kriege mit unsäglichem Leid geben.

Hoffnungen wurden noch nicht erfüllt

Nur wenige Jahre später dann der 2. Weltkrieg. Noch heute übersteigt es jegliche Vorstellungskraft, was an der Front und in den Konzentrationslagern einst geschah. Der Frieden in Europa währt inzwischen 70 Jahre. Die Hoffnungen der Mitglieder des Volksbundes aus den Zwanzigern konnten jedoch noch nicht erfüllt werden, denn seit 1945 wurden durch Kriege auf der ganzen Welt erneut Millionen von Menschen zu Opfern.

Allein aus diesem Grund soll der seit 1952 stattfindende stille Sonntag kurz vor Beginn der Adventszeit auch weiterhin begangen werden und an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltbereitschaft und Gewaltherrschaft aller Nationen erinnern.



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