Ein humorvoller Auftakt

Fasching Gornaus neuer Bürgermeister Nico Wollnitzke genießt Abwechslung in neuem Alltag

Ganze zweieinhalb Tage nach seinem Amtsantritt durfte der neue Gornauer Bürgermeister Nico Wollnitzke den Schüssel fürs Rathaus schon wieder abgeben. "Leider war der Parcours für mich etwas zu schwierig", sagte der 31-Jährige schmunzelnd nach dem Auftakt des 22. Klein Tiroler Faschings in Dittmannsdorf. Für Wollnitzke war die heitere Eröffnung der fünften Jahreszeit eine schöne Abwechslung in einem ziemlich anstrengenden Alltag.

"Die Zeit reicht kaum aus", sagt der Nachfolger von Johanna Vogler nach seinen ersten Tagen im Rathaus. Die Ex-Bürgermeisterin steht ihm aber ebenso mit Rat zur Seite wie die Zschopauer Stadtverwaltung, sodass sich Wollnitzke immer besser zurechtfindet. Überstunden nimmt er dafür gern in Kauf. Schließlich macht die Arbeit auch Spaß, wie der ehemalige Verwaltungsfachangestellte der Stadt Chemnitz betont.

Obwohl sich für den Dittmannsdorfer viel geändert hat, hält er für die Kommune an bisherigen Zielen fest. "Wir verfolgen das weiter, was wir in den vergangenen Monaten und Jahren angestrebt haben." Unter anderem gehört dazu eine höhere Geschwindigkeit für die Breitband-Internetanschlüsse im Gewerbegebiet. "Wir holen Angebote ein", sagt Wollnitzke über das Projekt, von dem nicht nur die Gewerbetreibenden, sondern später auch die Einwohner profitieren sollen.

Ebenfalls ganz oben auf der Liste steht der Ausbau der Chemnitzer Straße. Nach dem Winter soll sie mit Hilfe von Parkbuchten, Bäumen und neuen Gehwegen schöner und sinnvoller gestaltet werden. Vom Ingenieursbüro wurden die Pläne konkret vorgestellt. Und vom Faschingsverein gab's auch noch Tipps samt Utensilien. So erhielt Wollnitzke neben einer weißen Weste und einer dicken Brille eine Jacke mit breiten Schulterpolstern, damit er alles auf sich nehmen kann.