Ein Knochenjob, der auch noch Spaß macht

Natur Bergwiesencamp setzt auf Gemeinsamkeit

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Für die jungen Leute ist das Bergwiesencamp ein Natur-Abenteuer. Foto: Ilka Ruck

Kurort Oberwiesenthal. Wer seine Ferien- oder Freizeit mit echter Knochenarbeit verbringt, der muss schon ganz schön "verrückt" sein. Verrückt nach frischer Luft, Natur und einer tollen Gemeinschaft sind auch die 20 jungen Leute, die im Zechengrund in Oberwiesenthal die Harke schwingen. Der Hammer ist, genau diese Jugendlichen bezahlen auch noch für das, was sie der Natur Gutes tun, denn der Staat hält sich schlichtweg heraus.

14 Tage lang führen die Naturschutzjugend (Naju) vom Naturschutzbund (Nabu) Sachsen beim Regionalverband Erzgebirge gemeinsam mit dem Naturschutzzentrum Erzgebirge und dem Sächsischen Heimatschutz Mäharbeiten an den Bergwiesen um Oberwiesenthal durch. Die Freiwilligen aus ganz Sachsen und Berlin sind ins Bergwiesencamp gekommen um gemeinsam zu beobachten, zu forschen und zu erhalten.

Einfach mal den Kopf frei bekommen

Jessika Weiske kommt aus Gera und hat in Freiberg Geoökologie studiert. Sie gehört mit Christian Silbermann, Rico Bergmann und Oskar Stolzenburg zu den Betreuern, die seit dem 22. Juli auf den Bergwiesen arbeiten. Die 25-Jährige schwärmte: "Hier ist es wunderschön und die Truppe passt gut zusammen. Es ist einfach toll, auf den Wiesen zu arbeiten, die Natur zu genießen und die Arten samt Vegetation zu erleben." Geschlafen wird in der Postskihütte, und das finden die junge Leute total romantisch. Das Team ist durch gemeinsame Aktivitäten zusammengeschweißt.

Einige der Studenten stecken voll im Prüfungsstress und fahren eigens zu den Prüfungen an ihre Uni. "Auf den Bergwiesen bekommen sie den Kopf frei", vermutet Rico Bergmann und betont: "Alle Teilnehmer geben aufeinander acht. Wir haben uns angefreundet und zu einem echten Team entwickelt." Auch im Ort gibt es einige Projektpaten und bei denen möchten sich die Jugendlichen extra bedanken.