"Ein kollektiver Blackout, eine einzige Katastrophe"

Handball Zschopau bleibt bei Heimniederlage lange ohne Treffer

Zschopau. 

Zschopau. Für die Handball-Mannschaften des mittleren Erzgebirges hat das neue Jahr nicht nach Wunsch begonnen. Die Damen des HSV 1956 Marienberg konnten auf Landesebene gar nicht erst antreten, weil die Gäste vom SV Plauen-Oberlosa aufgrund der komplizierten Straßenverhältnisse gar nicht erst anreisten. Während sie also unfreiwillig frei hatten und die Partie zu einem späteren Zeitpunkt nachholen werden, kassierten die Männer des TSV Zschopau in der 1. Bezirksklasse eine weitere Packung. Dabei hatten sie nach dem Jahreswechsel auf einen Neuanfang gehofft.

Die ersten 20 Minuten waren keine Glanzleistung

Statt neuem Kampfgeist bekamen Trainer Michael Fritsch und die Fans in der heimischen Nexö-Halle gegen die SG Chemnitzer HC II aber altbekannte Schwächen zu sehen - und das in zuvor selten erlebtem Ausmaß. "Es war ein kollektiver Blackout, eine einzige Katastrophe", lautete Fritschs Kommentar zu den ersten 20 Minuten. In dieser Phase brachten die Gastgeber kein einziges Tor zustande. Und das, obwohl es sich um ein Kellerduell handelte. Doch gegen den Drittletzten ließ das Schlusslicht in der Offensive jegliche Kreativität und Durchschlagskraft vermissen. So durften sich die Chemnitzer bald über eine 13:0-Führung freuen.

Jetzt geht es nur noch um die Leistung

Als es beim Stand von 6:20 in die Kabine ging, packte der TSV-Trainer seine Schützlinge beim Ehrgeiz. "Wir sind dem Publikum etwas schuldig", lautete seine Ansage, der tatsächlich eine Steigerung folgte. Obwohl die Zschopauer in den zweiten 30 Minuten mehr Tore erzielten als der Gegner, wollte Fritsch die 23:32-Niederlage hinterher nicht schön reden. "Das Ergebnis wiegt schwer", sagte der Trainer, der nicht mehr vom Klassenerhalt reden will. Für den Tabellenletzten, der 2:24 Punkte auf dem Konto hat, gehe es in den ausstehenden Partien "nur noch um die Leistung".