Ein kunsthistorischer Stadtrundgang in Zschopau

Ausstellung 18 Aquarelle sind in der Schau zu sehen

Zschopau. 

Zschopau. Um die Sehenswürdigkeiten von Zschopau zu sehen, muss man in der Motorradstadt nicht mehr kilometerweit laufen. Ein kleiner Rundgang in der örtlichen Filiale der Erzgebirgssparkasse reicht aus, um sich von den schönsten historischen Gebäuden einen Eindruck zu verschaffen. Denn die sind auf den Gemälden einer dortigen Ausstellung zu sehen. "Es sind tolle Bilder, die zeigen, wie schön Zschopau ist", sagt Thomas Stanzel. Der Filialleiter, der sich im Gewerbeverein "Unser Zschopau" engagiert, will mit der Ausstellung nicht nur die Räumlichkeiten verschönern. Viel wichtiger ist ihm, damit einen touristischen Beitrag zu leisten.

"Dieser kleine Rundgang hier bei uns soll dazu anregen, den kunsthistorischen Stadtrundgang draußen an der frischen Luft zu unternehmen und sich die Objekte einmal genauer anzuschauen. Es lohnt sich auf jeden Fall", sagt Stanzel. Insgesamt handelt es sich um 18 Gebäude beziehungsweise Bauten, an denen kleine Info-Tafeln Auskunft über die Geschichte liefern. Auch die Bilder sind an den jeweiligen Mauern noch einmal angebracht - allerdings nur im Miniaturformat. Wer die originalen Aquarelle sehen will, muss sie sich in der Ausstellung anschauen. Die Idee für einen solchen Rundgang entstand bereits vor fast 20 Jahren.

Vom Freistaat Sachsen wurde Zschopau 2002 in Anerkennung der denkmalgeschützten Altstadt der Titel als staatlich anerkannter Ausflugsort verliehen. Schon damals beschäftigte sich die Stadtverwaltung mit einem entsprechenden Konzept, das jetzt quasi gleich doppelt umgesetzt wurde. Einmal als realer Rundgang in der Stadt - andererseits durch die Ausstellung. Der Künstler, der unbekannt bleiben will, hat dabei tolle Arbeit geleistet - vom großen Schloss Wildeck bis hin zu einem kleinen Gebäude an der Johannisstraße, das als ältestes der Stadt gilt.