Ein Meilenstein für 2,3 Millionen Euro: Kläranlage in Waschleithe eingeweiht

Investition Zweckverband erschließt weitere Grundstücke

Waschleithe. 

Waschleithe. Der Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge hat viele Baustellen. Einige ziehen sich seit Jahren. Wird eine davon abgeschlossen, dann ist es jedes Mal ein echter Meilenstein. In Waschleithe können sich die Anwohner nun freuen, denn der Ort ist zu großen Teilen damit wasser- und abwassertechnisch auf dem neusten Stand. Wichtige und große Baumaßnahmen sind erst einmal abgeschlossen, die damit einhergehenden Behinderungen und Beeinträchtigungen, die den Anwohner und Gästen des Naherholungsgebietes zum Teil Geduld und Verständnis abverlangten, gehören definitiv der Vergangenheit an.

Ende August konnte ZWW-Geschäftsführer Frank Kippig, Grünhain-Beierfelds Bürgermeister Joachim Rudler und der Ortsvorsteher von Waschleithe Matthias Schreier das neue Abwassersystem in Betrieb nehmen.

So ist der Reinigungsprozess größtenteils selbstregulierend

Insgesamt sind in den vergangenen Jahren 1860 Meter Schmutzwasserkanal und 952 Meter Regenwasserkanal entstanden. Zudem wurden 505 Meter neue Trinkwasserleitungen verlegt. Gebaut wurde unter anderem in der Talstraße, der Beierfelder Straße und am Waschleither Mühlberg.

Das größte Vorhaben im Rahmen der Gesamtmaßnahme war eine Scheibentauchkörpergruppenanlage mit Vorklärbecken. Dabei handelt sich um die effektivsten Verfahren zur Abwasserklärung überhaupt. Der Reinigungsprozess ist zu großen Teilen selbstregulierend, was wiederum aufwändigste Technik zur Steuerung spart.

Das Gesamtprojekt kostete 2,3 Millionen Euro

Anders als ursprünglich geplant wurden zusätzliche Grundstücke abwassertechnisch erschlossen, betont der Geschäftsführer des ZWW Frank Kippig. Diese neu angeschlossenen Grundstücke befinden sich auf dem Mühlberg und an der Hinterdorfer Straße. 90 Grundstücke werden im Vollausbau an die Kläranlage angeschlossen sein, teilte der ZWW mit.

Kippig dazu: "Der Großteil der Hausanschlüsse wurde bereits um- oder aufgebunden." Beeindruckend ist aber nicht nur das Erreichte - auch die Investitionskosten sind enorm. So schlägt das Gesamtprojekt inklusive der neuverlegten Trinkwasserleitungen mit 2,3 Millionen Euro zu Buche.