Ein Mini-Freibad für Zschopau

Festschmuck Bürger stellen anlässlich des Stadtjubiläums zahlreiche Strohpuppen auf

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Mithilfe von drei Puppen wird das Zschopauer Freibad wieder zum Leben erweckt - und der Gegenwart mit zugewachsenem Becken gegenübergestellt. Foto: Andreas Bauer

Zschopau. Noch hat die Zschopauer 725-Jahr-Feier nicht begonnen, doch das vom 18. bis 27. August andauernde Spektakel prägt mehr und mehr die Atmosphäre in der Motorradstadt.

Nicht nur Wimpel schmücken die Stadt, sondern auch eine wachsende Zahl an Strohpuppen. Mehr als die Hälfte der von der Stadt angebotenen 200 Exemplare wurden verkauft, dazu auch noch zahlreiche Masken, mit denen die Figuren noch etwas menschlicher wirken. Genäht und gestopft von Mitarbeitern der Kirchlichen Erwerbsloseninitiative Zschopau, sollen die Strohpuppen den Humor und zugleich die Historie der Stadt verkörpern. Welch interessante Variationen die Kreativität der Bürger hervorbringen kann, haben zuletzt bereits die Schul- und Heimatfeste in Gornau und Krumhermersdorf gezeigt. Nun sind also die Zschopauer an der Reihe.

Jetzt gilt es, kreative Orte für die Puppen zu finden

Obwohl es an den Straßen mitten in der Stadt nicht leicht ist, ein geeignetes Plätzchen zu finden, wissen sich die Anwohner zu helfen. So ist manche Puppe beispielsweise an der Mauer zu finden und scheint gerade ins Wohnzimmer ihrer Erschaffer einsteigen zu wollen. Andere bringen mithilfe der Puppen ihre Erinnerungen zum Ausdruck - so wie Steffen Mehnert, der das Zschopauer Freibad mit seinem ganz persönlichen Nachbau zu neuem Leben erweckt. "Es gab kein schöneres in der Gegend mit 50-Meter-Bahn und Sprungturm", sagt der Zschopauer, der ganz in der Nähe der heutigen Ruine wohnt und dort das Freibad nachgebaut hat.

Neben zwei großen ist auch eine kleine Puppe dabei, die gerade auf dem aus Holz ausgesägten Sprungturm sitzt. Gegenüber dem Nachbau der beliebten Einrichtung, die einst bis zu 40.000 Besucher pro Jahr anlockte, befindet sich das Objekt in jetzigem Zustand - übersät von wilden Pflanzen. Wer andere Ideen hat und dafür noch Puppen benötigt, kann sie diesen Samstag von 10 bis 15 Uhr im Gefängnishof von Schloss Wildeck kaufen.



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