Ein neuer Anfang: Die Kohle Welt in Oelsnitz öffnet ihre Türen nach sechs Jahren

Oelsnitzer Museum ist ein Ort an dem Geschichte erlebbar ist

Oelsnitz/Erzg

Auf diesen Moment haben Besucher lange gewartet - das Bergbaumuseum Oelsnitz ist nach sechs Jahren umfangreichen Sanierungs- und Umgestaltungsmaßnahmen unter neuem Namen, als Kohle Welt, wieder eröffnet worden.

 

Wiedereröffnung der Kohle Welt: Ein strahlender Tag nach dunklen Zeiten

Als man am 5. Januar 2019 die letzte Schicht gefahren hat, war es dunkel, neblig, nasskalt und wir standen alle draußen und haben gefroren, erinnert sich Museumsleiter Jan Färber, der umso glücklicher ist, das man die Wiedereröffnung bei strahlendem Sonnenschein zelebrieren konnte. Begleitet worden ist die Eröffnung von Fahnen-Abordnungen aus den sächsischen Steinkohlenrevieren und dem Bergmusikkorps "Glück Auf" Oelsnitz. Landrat Rico Anton spricht von einem denkwürdigen Tag: "Was wir eröffnet haben, ist eine innovative Dauerausstellung. Als Landkreis, der Museumsträger und Träger der Baumaßnahme ist, sind wir stolz auf das gelungene Projekt. Die Bedeutung des Museums für die Tourismus- und Wirtschaftsregion kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden." Mit zirka 30 Millionen Euro Baukosten ist die Kohle Welt das bisher größte Landkreisprojekt mit einer überregional hohen Bedeutung, nicht nur landesweit, sondern bundesweit, so Anton. Geschichte und Tradition wird erlebbar. Es gibt eine ganze Menge zu entdecken in der Kohle Welt.

 

Eintauchen in die Geschichte: Besucher erleben den Steinkohlenbergbau hautnah

Besucher können eintauchen in die Geschichte des Steinkohlenbergbaus und die Fassetten des Bergbaus intensiver denn je erleben, sagt Rico Anton. Besucher sind gegeistert. Viele Familien mit Kindern sind überrascht, wie viel es zu erleben und zu entdecken gibt. Und so manch ein Besucher schwelgt in Erinnerungen. So auch Harald Neuber. Der 82-jährige aus Oelsnitz hat in der Steinkohle gelernt: "Bis 1972 war ich im Bergbau tätig und habe als Gruben-Elektriker gearbeitet. Beim Rundgang durchs Museum erinnert man sich an viele Dinge von früher, die man selbst mit erlebt hat." Seine Frau Dagmar ist begeistert: "Man hat uns im Vorfeld schon einiges erzählt, aber das muss man selbst gesehen haben." Heute zum Sonntag gibt es einen weiteren Höhepunkt -ab 16 Uhr beginnt das "GlückAufLeuchten" mit dem Bergmusikkorps "Glück Auf" Oelsnitz, eine bunte Mischung aus Musik, Geschichte und Lichtshow zur Erinnerung an die Bergbaugeschichte im Revier. Ab dem 21. Januar kann das Museum zu den regulären Öffnungszeiten besucht werden. Alle Informationen zum Museumsbesuch sind online zu finden.

 

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