Ein neues Gesicht bei der Verkehrswacht

Bus-Schule Viola Brückner-Götze übernimmt den Lehrerposten in Marienberg

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Stephan Heiße (links) von der Gebietsverkehrswacht verabschiedete Busschul-Lehrer Stephan Beer und begrüßte gleichzeitig dessen Nachfolgerin Viola Brückner-Götze. Foto: A. Bauer

Marienberg. Etwa 1500 Kindern hat Stephan Beer in den vergangenen sechs Jahren beigebracht, wie man sich an einer Bushaltestelle sowie im Bus korrekt verhält. Zusammen mit der Gebietsverkehrswacht Mittleres Erzgebirge kümmerte sich der langjährige Mitarbeiter des Regionalverkehrs Erzgebirge (RVE) am Standort Marienberg um die sogenannte Bus-Schule, die zu Jahresbeginn für Erstklässler angeboten wird.

"Wichtig ist, das Ganze lustig rüberzubringen", erklärt der 63-Jährige, der dafür zwei ganz besondere Begleiter in seinem Bus hatte. Kuschelente "Schnattchen" und Teddybär "Bärtine" halfen ihm, stets den Draht zu den Kindern zu finden. Außerdem verfügt der Marienberger über große Erfahrung, denn rund die Hälfte seiner 40 Dienstjahre verbrachte der Busfahrer im Schülerverkehr.

Das half ihm, die richtigen Worte zu finden, aber auch genau den Punkt zu treffen. Denn Gefahren hat der Busfahrer in all der Zeit einige erkannt. "Zum Beispiel, dass viele zu nah an der Straße auf den Bus warten."

Die Nachfolge steht bereits fest

Auch Viola Brückner-Götze hat in dieser Hinsicht schon viel erlebt. "Viele halten es für lustig, sich an der Bushaltestelle zu schubsen. Aber das ganz sehr gefährlich werden", sagt die Busfahrerin aus Großrückerswalde, die nun näher auf solche riskante Aktionen eingehen und vorbeugen kann. Schließlich wird sie als Nachfolgerin von Stephan Beer ab September die Bus-Schule in Marienberg betreuen. Zehn Veranstaltungen mit jeweils 25 Teilnehmern warten auf sei - und dies betrifft allein den Raum Marienberg.

In der gesamten Region gab es in diesem Jahr 90 Veranstaltungen, in denen rund 3700 Mädchen und Jungen geschult wurden. So manchen von ihnen ist Stephan Beer seit dem ersten Unterricht wieder begegnet. "Viele erkennen einen wieder. Und wenn man dann sieht, wie gut sie sich verhalten, macht einen das richtig glücklich", sagt der Busfahrer.