Ein neues Verkehrskonzept für die Schneeberger Innenstadt?

Konzept Innenstadt soll attraktiver werden - Interesse an Veränderung ist eher gering

Schneeberg. 

Schneeberg. Die Stadt Schneeberg ist dabei, ein neues Verkehrskonzept für die Innenstadt zu entwickeln. Dabei rückt vor allem die Verkehrsführung im Bereich Markt und Fürstenplatz in den Fokus. Man hat den Bürgern die Möglichkeit eingeräumt mitzureden - so hat es vom 18. November bis 18. Dezember eine öffentliche Bürgerbeteiligung gegeben. In Summe waren es 556 Personen, die Interesse gezeigt und sich beteiligt haben.

Bauamtsleiter stellt Bericht vor

Ein Großteil sind mit 60 Prozent Anwohner. Hinzukommen elf Prozent Gewerbetreibende und der Rest sind Beschäftigte sowie auch Besucher und Gäste der Stadt. Die Innenstadt wird aktuell von 73 Prozent der Befragten per PKW erreicht, 23 Prozent kommen zu Fuß, auf den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) entfallen 2 Prozent und auf Sonstiges ebenfalls 2 Prozent. Die Auswertung zeige, dass ein Großteil der Befragten keinen Grund sieht, an der bisherigen Verkehrsführung in der Innenstadt etwas zu verändern, erklärt Schneebergs Bauamtsleiter, der den Bericht bei der letzten Stadtratssitzung vorgestellt hat.

Vor- und Nachteile abwägen

Entsprechend dieser Aussage habe sich auch die Mehrheit für die Null-Variante ausgesprochen. Bedeutet: es würde alles so bleiben, wie es ist. Lediglich eine Veränderung der Geschwindigkeit würde zur Disposition stehen. Es gibt auch eine Variante, wo der Bereich Fürstenplatz für den Durchgangsverkehr gesperrt werden soll. Das hatte wohl auf der einen Seite Vorteile, was die Verkehrsberuhigung angeht, aber auf der anderen Seite wohl auch Nachteil in Fragen bequeme Erreichbarkeit der Geschäfte.

Belange von Blinden- und Sehbehindertenverband mit einbeziehen

"Die Auswertung soll in die Entscheidungsfindung mit einfließen", sagt Schneebergs Bürgermeister Ingo Seifert. Anfang März soll es noch einen Termin mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband. Auch deren Belange sollen mit in die Betrachtung einbezogen werden. Mitte März soll es noch einmal eine Einwohner-Versammlung geben und danach soll den Stadträten die entsprechende Beschlussvorlage vorgelegt werden und es soll eine Entscheidung geben.