Ein Spielzeugmacher zurück im Erzgebirge

Ausstellung Ländliches Holz-Spielzeug in Seiffen

Horst Kaden hat typisch ländliche Szenen von einst geschnitzt. Einige davon sind bis November im Seiffener Spielzeugmuseum ausgestellt. Foto: Jan Görner

Seiffen. Geschäftigkeit vom Lande hat Horst Kaden in Holz festgehalten. Zu sehen ist das in einer Sonderausstellung im Spielzeugmuseum. Diese läuft unter dem Titel "Ein Spielzeugmacher zurück im Erzgebirge.

Der Künstler

Aufgewachsen ist der 83-Jährige in einer Seiffener Spielzeugmacherfamilie. Mittlerweile wohnt er in Dresden. Schnitzen kann er leider schon seit zwei Jahren nicht mehr. Die Augen machen das nicht mehr mit. Im Laufe der Jahre hat sich aber ein wahrer Schatz an Figuren angesammelt, von dem ein kleiner Teil in der Ausstellung zu sehen ist.

Motive aus dem Erzgebirge und Brandenburg

Dabei sind es nicht nur erzgebirgische Motive, die hier zu finden sind. Viele Jahre hat Horst Kaden in der Nähe von Frankfurt an der Oder gelebt. Deshalb zeigt die Schau auch typisch Brandenburger Situationen wie Fischer bei der Arbeit oder das bunte Treiben auf einem dörflichen Markt. Anderes ist sowohl im Erzgebirge als auch in Brandenburg beheimatet. Dazu gehört der Jäger in einem aus Spanbäumen bestehenden Wald.

Echt Seiffen ist eine Erinnerung aus Horst Kadens Kindheit. Damals ging er oft mit seiner Mutter Wäsche machen. Dazu nutzten die Frauen eine Wäschemangel, die anfangs noch ohne Elektromotor funktionierte. Angetrieben wurde sie über eine Kurbel.

Die Ausstellung in Seiffen

Der Dresdner hat bereits 15 Ausstellungen ausgestaltet. Auf Seiffen hat ihn sein Bruder Bernd Kaden gebracht. Er wohnt in Leipzig, ist aber regelmäßig im Spielzeugmuseum zu Gast. Zu sehen ist die Schau bis zum 5. November täglich von 10 bis 17 Uhr.