Ein Stadion mit Geschichte: Vom städtischen Sportplatz zum modernen Wohnzimmer des FC Erzgebirge Aue

80 Jahre FC Erzgebirge Aue - Teil 3: Das Erzgebirgsstadion im Wandel der Zeit

Aue-Bad Schlema

Wer sich aus Richtung Lößnitz der großen Kreisstadt Aue-Bad Schlema nähert, der fährt unweigerlich daran vorbei - am Eins-Erzgebirgsstadion. Die Heimspielstätte des FC Erzgebirge Aue ist optimal ins Tal gebaut. Seine ganze Größe ist von der Bundesstraße B 169 aus gar nicht richtig zu sehen, sondern nur zu erahnen.

Schon seit fast einhundert Jahren ist ein Stadion an dieser Stelle zu finden. Denn die Geschichte des heutigen Eins-Erzgebirgsstadions ist lang, länger sogar als die Geschichte des Vereins, dessen Heimspielstätte sie heute ist.

Zunächst städtisches Stadion

Eröffnet wurde die Anlage 1928 als städtisches Stadion. Genutzt wurde es für verschiedene Sportarten. In den Nachkriegsjahren wuchsen die Anforderungen und so musste ein Neubau her. In nicht einmal einem halben Jahr entstand das neue Otto-Grotewohl-Stadion. Namensgeber und DDR-Ministerpräsident Grotewohl war 1950 zur Eröffnung persönlich anwesend. Die Arena bot 22.000 Plätze - ein reines Fußballstadion war es nicht. Auch Leichtathleten und Schwimmer nutzten die Anlagen. Im Laufe der Jahre wurde die Platzkapazität erhöht.

Ab 1986 erfolgte eine Modernisierung. In diesem Zug erhielt die Arena eine Flutlichtanlage.

Erzgebirgskreis ist Eigentümer

Nach der friedlichen Revolution in der ehemaligen DDR und der deutschen Wiedervereinigung ging das Stadion an den Landkreis Aue. Bis heute ist der Erzgebirgskreis Eigentümer. Außerdem wurde aus dem "Old Otto" das Erzgebirgsstadion. Etwa 13 Jahre später erhielt die Sportstätte, die nach wie vor keine reine Fußballarena war, eine lila Tartanbahn. Diese wurde zum besonderen Markenzeichen. Es folgten Rasenheizung und die Installation einer Videowand. Durch die Zugehörigkeit in der 2. Fußball-Bundesliga kamen Wünsche nach einem Neubau auf.

Noch unter Cheftrainer Gerd Schädlich präsentierte der damalige Präsident Uwe Leonhardt erste Ideen, die der Landkreis allerdings nie umsetzte. 2010 erhielt die Gegengerade ein Dach. 2015 gab der Landkreis grünes Licht zum Umbau. Dieser erfolgte ab Ende 2015. Im Jahr 2017 wurde dieser fertiggestellt.

 

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