Ein Stück Erzgebirge tief unter der Erde: Ehrenamt bewahrt 500 Jahre Bergbaugeschichte

Mit Grubenlampe durch originale Stollen: Wie ein kleiner Verein ein Stück Erzgebirge für kommende Generationen erhält

Zschorlau

Tief unter Zschorlau liegt ein Stück erzgebirgischer Geschichte, das bis heute erhalten geblieben ist: das Schaubergwerk Sankt Anna am Freudenstein. Seit 1989 kümmert sich die IG Historischer Bergbau Zschorlau e.V. ehrenamtlich um den Erhalt der historischen Anlage, die heute Teil der UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří ist.

Das über 500 Jahre alte Bergwerk vermittelt Besuchern einen besonders ursprünglichen Eindruck vom historischen Bergbau. Unter Tage gibt es keine elektrische Beleuchtung. Stattdessen erhalten Gäste Grubenlampe, Helm, Umhang und Gummistiefel und erleben die Stollen beinahe so, wie Bergleute sie einst vorfanden.

Originale Stollen und Zeugnisse des Silberbergbaus

Die Anlage zählt zu den ältesten Gruben des Schneeberger Bergbaureviers. Besonders sehenswert sind die historische Radstube mit Kunstschacht, alte Wasserstollen sowie der Standort eines ehemaligen Pferdegöpels aus der Zeit um 1500. Da hier nie moderner industrieller Bergbau stattfand, besitzen viele Stollen bis heute ihr ursprüngliches Profil. Gewaltige Silberabbaue zeugen noch immer von der schweren Arbeit vergangener Jahrhunderte.

Ehrenamt neben Beruf, Familie und Alltag

Hinter dem Schaubergwerk stehen heute 33 Vereinsmitglieder im Alter zwischen 46 und 91 Jahren. Alles geschieht ehrenamtlich – neben Beruf, Familie und Alltag. Führungen vorbereiten, Wege sichern, Reparaturen durchführen oder Veranstaltungen organisieren: Viele Stunden Arbeit stecken im Erhalt des Bergwerks. Finanziert wird dies vor allem durch Führungen, Veranstaltungen und Spenden.

Vereinsmitglied seit 20 Jahren

Vereinsvorsitzender Sebastian Schieck gehört dem Verein bereits seit 1996 an. Seine persönliche Verbindung zum Bergbau reicht weit zurück: Mehrere Familienangehörige arbeiteten bei der Wismut, auch er selbst absolvierte dort noch seine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik.

Die größte Herausforderung: Nachwuchs finden

Ein besonderer Moment für den Verein war die Aufnahme der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří in die UNESCO-Welterbeliste.

Gleichzeitig bleibt die Zukunft eine Herausforderung. Der Verein sucht neue Mitstreiter, damit Wissen, Geschichte und das Schaubergwerk auch für kommende Generationen erhalten bleiben.

Vorkenntnisse im Bergbau seien dabei nicht notwendig. Ob handwerkliches Geschick, organisatorische Hilfe oder Interesse an Heimatgeschichte – jeder könne seine Fähigkeiten einbringen.

Besucherinformationen

Führungen finden mittwochs um 16 Uhr sowie samstags um 10 Uhr statt. Zusätzlich sind Termine nach Vereinbarung möglich. Die regulären Führungen dauern etwa 1,5 Stunden. Nach Absprache werden außerdem Spezialführungen mit einer Dauer von etwa zwei bis vier Stunden angeboten.

Im Bergwerk herrschen ganzjährig Temperaturen um 8 Grad Celsius. Besucher sollten deshalb warme Kleidung tragen. Die notwendige Bergwerksausrüstung wird vor Ort gestellt und umfasst Umhang, Stiefel und Grubengeleucht.

Die Eintrittspreise betragen für Kinder und Jugendliche von sechs bis 14 Jahren sechs Euro, für Personen ab 14 Jahren zehn Euro. Große Führungen kosten für Personen ab 14 Jahren zwanzig Euro und finden ausschließlich nach Vereinbarung statt.

Besucherbergwerk Zschorlau, Talstraße 1, 08321 Zschorlau

Telefon: 03771 47 88 74

Geschichte erlebbar machen

Mit Führungen und Veranstaltungen möchte der Verein auch künftig die Geschichte des erzgebirgischen Bergbaus lebendig halten und Besuchern einen authentischen Einblick in die Welt unter Tage ermöglichen.

Glück Auf

Ehrenamt neben Beruf, Familie und Alltag

Hinter dem Schaubergwerk stehen heute 33 Vereinsmitglieder im Alter zwischen 46 und 91 Jahren. Alles geschieht ehrenamtlich – neben Beruf, Familie und Alltag. Führungen vorbereiten, Wege sichern, Reparaturen durchführen oder Veranstaltungen organisieren: Viele Stunden Arbeit stecken im Erhalt des Bergwerks. Finanziert wird dies vor allem durch Führungen, Veranstaltungen und Spenden.

Vereinsvorsitz seit 20 Jahren

Vereinsvorsitzender Sebastian Schieck gehört dem Verein bereits seit 1996 an. Seine persönliche Verbindung zum Bergbau reicht weit zurück: Mehrere Familienangehörige arbeiteten bei der Wismut, auch er selbst absolvierte dort noch seine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik.

Die größte Herausforderung: Nachwuchs finden

Ein besonderer Moment für den Verein war die Aufnahme der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří in die UNESCO-Welterbeliste.

Gleichzeitig bleibt die Zukunft eine Herausforderung. Der Verein sucht neue Mitstreiter, damit Wissen, Geschichte und das Schaubergwerk auch für kommende Generationen erhalten bleiben.

Vorkenntnisse im Bergbau seien dabei nicht notwendig. Ob handwerkliches Geschick, organisatorische Hilfe oder Interesse an Heimatgeschichte – jeder könne seine Fähigkeiten einbringen.

Besucherinformationen

Führungen finden mittwochs um 16 Uhr sowie samstags um 10 Uhr statt. Zusätzlich sind Termine nach Vereinbarung möglich. Die regulären Führungen dauern etwa 1,5 Stunden. Nach Absprache werden außerdem Spezialführungen mit einer Dauer von etwa zwei bis vier Stunden angeboten.

Im Bergwerk herrschen ganzjährig Temperaturen um 8 Grad Celsius. Besucher sollten deshalb warme Kleidung tragen. Die notwendige Bergwerksausrüstung wird vor Ort gestellt und umfasst Umhang, Stiefel und Grubengeleucht.

Die Eintrittspreise betragen für Kinder und Jugendliche von sechs bis 14 Jahren sechs Euro, für Personen ab 14 Jahren zehn Euro. Große Führungen kosten für Personen ab 14 Jahren zwanzig Euro und finden ausschließlich nach Vereinbarung statt.

Besucherbergwerk Zschorlau, Talstraße 1, 08321 Zschorlau

Telefon: 03771 47 88 74

Geschichte erlebbar machen

Mit Führungen und Veranstaltungen möchte der Verein auch künftig die Geschichte des erzgebirgischen Bergbaus lebendig halten und Besuchern einen authentischen Einblick in die Welt unter Tage ermöglichen.

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