Ein unbekannter Meister schuf die rätselhafte Skulptur

Kunst "Eine Frau in Marmor" ist Exponat des Quartals im Museum

Schneeberg. Im Museum für bergmännische Volkskunst in Schneeberg ist im Rahmen der Reihe "Exponat des Quartals" bis 31. Dezember eine besondere Arbeit zu sehen. Der Titel: "Eine Frau in Marmor - Trivialität oder Mythologie". Wie Schneebergs Hauptamtsleiter Uwe Markert sagt, sei das Exponat eine Bildhauerarbeit eines unbekannten Meisters und stammt vermutlich aus dem 20. Jahrhundert. Das Kunstwerk wende sich thematisch der römischen oder griechischen Mythologie zu - dort lassen sich zwei Beispiele finden. Vermutet wird, dass die aus dem Meer aufsteigende römische Göttin Venus (griechisch Aphrodite) dargestellt ist, die sich an einem Fels festhält. Möglich wäre auch die an einem Felsen hockende äthiopische Königstochter Andromeda. Noch bis Sonntag ist die aktuelle Sonderausstellung: "Das freie Schaffen - der Malzirkel von Johannes Feige aus Glauchau" im Schneeberger Museum zu sehen. Die Finissage ist für Samstag 14 Uhr geplant. In der Sonderschau gezeigt werden ausgewählte Arbeiten, Malerei und Grafiken, des Glauchauer Mal- und Zeichenzirkels von Johannes Feige, der den Zirkel seit mehr als fünfzig Jahren leitet. Der Zirkel hat sich im Laufe der Jahrzehnte zum Ort von Hobbymalerei entwickelt und dient Talenten als Vorbereitung aufs Studium. Ehemalige Teilnehmer des Malzirkels studierten in Dresden, Halle, Leipzig und Schneeberg und wurden später als Bildhauer, Maler und Grafiker tätig. In der Sonderschau jetzt, sind Werke verschiedener künstlerischer Techniken vertreten: begonnen bei Kreide- und Kohlezeichnungen über Öl- und Aquarellmalerei bis hin zu Graphit.