Ein wahrer Meister seines Fachs

Leute Bernd Hofmann wurde mit dem Goldenen Meisterbrief geehrt

Vor 50 Jahren legte Bernd Hofmann seinen Meisterbrief im Friseurhandwerk ab. Dafür wurde er mit dem Goldenen Meisterbrief ausgezeichnet. "Schuld an der damaligen Berufswahl hatte eigentlich mein Nachbar", erinnert sich der 71-Jährige schmunzelnd und verrät: "In unserer Familie war vorher niemand im Friseurberuf tätig, aber es war mein Wunsch diesen Beruf zu erlernen weil ich mit Menschen zu tun haben wollte und vor dem Schulabschluss ein Nachbar einmal zu mir sagte: 'Junge geh ins Handwerk, das Handwerk hat goldenen Boden'. Und das hat sich bei mir in der Folge auch bewahrheitet." Schon während seiner 3-jährigen Lehrzeit in Limbach-Oberfrohna nahm er an Meisterschaften des Friseurhandwerks mit Erfolg teil. Nach der Gesellenprüfung ging es dann Schlag auf Schlag. Nach knapp drei Jahren im Angestelltenverhältnis, machte sich Bernd Hofmann mit 19 Jahren in Kändler selbstständig. Erst 1965 konnte er seine Meisterprüfung absolvieren. Durch Wohnortwechsel trat er in die Produktionsgenossenschaft des Handwerks (PGH) ein und war Obermeister der Berufsgruppe Friseure der Handwerkskammer in Hohenstein - Ernstthal. Nach seinem Umzug nach Oberwiesenthal im Jahr 1983 wurde er Mitglied der PGH "Adrett Annaberg" und 1987 sogar deren Vorsitzender. Nach der Wende wandelte Bernd Hofmann die Genossenschaft in eine GmbH um und wurde zum Geschäftsführer bestellt. Mit 54 Jahren wagte der Meister noch einmal den Sprung in die Selbstständigkeit und eröffnet einen Salon in Annaberg-Buchholz. Diesen musste er aus Krankheitsgründen nach zwei Jahren wieder aufgeben. Das Fazit von Bernd Hofmann: "Ich habe in 50 Jahren drei Eigentumsformen durchgemacht und meine Berufswahl nie bereut. Es ist toll, wenn man mit Menschen arbeiten und rein schöpferisch tätig sein kann. Wichtig für mich war es auch, junge Leute auszubilden und ihnen das Handwerk weiter zu vermitteln. Denn Handwerk, gleich welcher Art, hat für mich immer goldenen Boden."