Einblick ins Handschöpfen von Büttenpapier

FERIENTIPP Papiermühle lädt Kinder, Eltern und Großeltern ein

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Eckhard Stölzel und Marion Theml zeigen das Schöpfen von Büttenpapier. Foto: Leischel

Zwönitz. Die Papiermühle Niederzwönitz bietet in den Sommerferien jeweils Mittwoch bis Freitag ab 10 Uhr Ferienkurse im Papierschöpfen an. Kinder, Eltern und Großeltern aus dem gesamten Erzgebirgskreis sind dazu eingeladen gemeinsam Büttenpapier zu schöpfen und kreativ zu gestalten. Museumsleiter Eckhard Stölzel und Marion Theml zeigen, wie kreativ das Büttenpapier gestaltet werden kann. Doch auch das Handschöpfen kann hautnah miterlebt werden.

Schauen Sie dem Papiermüller über die Schulter, wie er im mittelalterlichen Ambiente Wasserzeichen in die Papierbögen zaubert. Oder versuchen Sie sich einfach selbst am Schöpfen und Gestalten von Papier. Hierfür werden von der Künstlerin Antje Henkel interessante Kreativkurse gesondert angeboten. Die Kursgebühr beträgt 3 Euro zuzüglich Material je nach Verbrauch (pro Büttenpapier einen Euro). Anmeldungen sind unter Telefon 037754/2690 unbedingt erforderlich.

Die älteste funktionstüchtige Papiermühle Deutschlands

Die Papiermühle in Niederzwönitz wurde 1568 erstmals urkundlich erwähnt und ist somit die älteste, noch funktionstüchtige Papiermühle Deutschlands. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde hier handgeschöpftes Büttenpapier aus Hadern und Lumpen hergestellt.

Mit der Industrialisierung wurde die Produktion auf Hart- und Graupappen umgestellt, die vorwiegend in der Schuh-, Sitzmöbel- und Verpackungsindustrie zum Einsatz kamen. Nach der Stilllegung des Betriebes im Jahr 1973 wurden die historischen Produktionsanlagen in liebevoller Kleinarbeit restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Heute zählt das Museum zu den bedeutendsten Industriedenkmälern der Region. Geöffnet ist außerdem Mittwoch bis Samstag von 10-12 und 13-17 Uhr, Sonntag von 12-17 Uhr für Führungen.