Einblicke ins einstige "Königliche Postamt"

Alternativ Susanne Ramisch setzt auf das Bauchgefühl

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Susanne Ramisch wünscht sich mehr Offenheit der Menschen im Erzgebirge. Foto: Ilka Ruck  Foto: Ilka Ruck

Marienberg. Immer mehr Menschen entdecken die Heilkräfte der Natur und wissen doch oftmals wenig damit anzufangen. Susanne Ramisch ist seit zehn Jahren Heilpraktikerin und mit der Naturheilkunde tief verwurzelt. Sie kennt sich aus mit der Heilkraft der Homöopathie und versucht damit zu helfen.

Auf sein Inneres hören

Denn sie weiß: "Viele klagen über Stress und Druck. Das Streben nach dem Materiellen, den äußeren und nicht den inneren Werten, macht uns krank. Mit diesem Streben nach immer höher, schneller, weiter entstehen Ängste. Man sollte sich nicht von Ängsten leiten lassen, sondern auf sein Inneres hören. Das 'Bauchgefühl' weiß ganz genau was gut ist und findet den Weg zur Heilung. Richtig angewendet können viele akute, chronische und psychische Krankheiten positiv beeinflusst werden."

Ehemaliger Hausbesitzer würde sich im Grabe umdrehen

Im April 2008 bestand Susanne Ramisch die Prüfung als Heilpraktikerin. Im September eröffnete sie ihre Praxis in Forchheim. Im Jahr 2013 kaufte die Familie in Marienberg das Haus in der Freiberger Straße 6 und ein halbes Jahr später wurde hier, im ehemaligen "Königlichen Postamt", die neue Naturheilpraxis eröffnet. "Ich bin von Grund auf positiv auf das Leben eingestellt. In den letzten Jahren habe ich gelernt, für die Wahrheit einzutreten und zu kämpfen. Das hat vor allem mit dem Haus zu tun. Ich bin mir sicher, Heinrich von Trebra, selbst Hausbesitzer von 1774-1780 würde sich im Grabe umdrehen, wenn er von der 'Autobahn' vor seinem Haus wüsste.

Man müsste sich wieder mehr auf alte Werte besinnen und die Stadt verkehrstechnisch beruhigen und begrünen", so der Wunsch der Marienbergerin. Das Haus selbst, gibt es am 9. September zum Tag des offenen Denkmals zu erleben. Mit seinem kleinen Fahrradmuseum, der Praxis und den eindrucksvollen Räumen, ist es ein Schmuckstück mit vielen liebenswerten Details geworden. Übrigens: Die Planung stammt hauptsächlich von Susanne Ramisch.