Eine Chance für Behinderte

Arbeitswelt Menschen mit Handicap sind auch potentielle Fachkräfte

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung ging die fünfte bundesweite Aktionswoche für Menschen mit Behinderung zu Ende. Daran haben sich wie bereits in den letzten Jahren auch Mitarbeiter der Arbeitsagentur beteiligt und für mehr Inklusion im Arbeitsleben geworben. Der Arbeitgeberservice suchte 20 Unternehmen im Erzgebirge auf und präsentierte ihnen Menschen mit Behinderungen als potentielle Fachkräfte. Dazu hatten die Fachexperten komplette Bewerbungsunterlagen im Gepäck. Der Focus lag dabei auf Unternehmen, die ihre Beschäftigungsquote mit Schwerbehinderten nicht erfüllen und dafür jährlich eine Ausgleichsabgabe zahlen müssen. "Unsere Vorteilsübersetzung ist gelungen. Personalchefs zeigten sich an schwerbehinderten Menschen interessiert und wollen ihnen eine Chance auf Beschäftigung geben", zog Siegfried Bäumler, Chef der Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz, Resümee.

Ein gutes Beispiel liefert hier die Firma Ledak GbR aus Schwarzenberg. Das Dienstleistungsunternehmen im Bereich Schalungsbau beschäftigt zehn Mitarbeiter und ist auch Zulieferer für die Bauindustrie. Jetzt ermöglichte es einem Schwerbehinderten eine Zweitausbildung zum Lageristen und trägt damit zu einer gelungenen Integration bei. Antje Mothes, Marketing- und Vertriebsleiterin bei Ledak: "Inklusion geht uns alle an. Sie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Dabei ist die Beschäftigung eines behinderten Menschen mit Mehraufwand verbunden. Hier sind wir froh, dass uns die Agentur für Arbeit bei der Einstellung behinderter Arbeitnehmer berät und zeigt, wie Arbeitsplätze an die Bedürfnisse eines behinderten Menschen angepasst werden können." Alle Unternehmen mit mehr als 20 Arbeitsplätzen müssen mindestens fünf Prozent schwerbehinderte Menschen beschäftigen. al/pm