Eine Ideenschmiede vor Ort

Treffpunkt Kulturcafé Lengefeld lebt durch Ehrenamtler

Es ist wichtig, dass in Lengefeld etwas organisiert wird, sehr schön was hier entstanden ist - lobte Besucher Reinhold Otto. Der Lengefelder gehörte zu den ersten, die am Sonntag das neue Kulturcafé der Bergstadt am Markt besuchten. "Es lebt aber nur mit den Leuten, die es betreuen, nutzen und annehmen", gab Xenos-Projektpartnerin Romy Wagner zu bedenken. Aus der ehemaligen Bäckereifiliale ist in Rekordzeit ein gemütlicher Raum geworden, der mit satten Rottönen an den Wänden eine einladende Atmosphäre vermittelt. Einzig für die Innenausstattung wird noch nach nostalgischen aber wertigen Möbeln gesucht. Derzeit läuft das Projekt Kulturcafé unter der Regie der Stadtverwaltung im Rahmen des Xenos-Projektes ab, ein Team von rund zehn Ehrenamtlern unterstützt das Vorhaben. In zwei Jahren, nach Ende der Projektlaufzeit, wünschen sich die Initiatoren spätestens einen Partner gefunden zu haben der das Kulturcafé weiter betreibt. Dabei ist es kein Café im eigentlichen Sinne, vorrangig sind hier kulturelle Angebote wie musikalisch Darbietungen, kreatives Gestalten, Workshops, Heimatabende, Lesungen oder Theater geplant. Das Café ist aber auch Ideenschmiede für die kreativen Ehrenamtler, die das nächste Kulturfestival vorbereiten. Der Raum soll außerdem für verschiedene Veranstaltungen gemietet werden können. Natürlich kann es zu allen Angeboten eventuell Getränke und Snacks geben, mehr lässt die kleine Küche derzeit einfach nicht zu. Für ein ganz konkretes kulinarisches Angebot möchte aber die gute Seele des Projektes; Irmtraud Spartmann; sorgen. Die rüstige 78-Jährige möchte hier jeden Sonntagnachmittag von 14 bis 17 Uhr Kaffee und Kuchen anbieten. "Ich freue mich, wenn ich einmal rauskomme und neue Leute kennenlerne. Ich habe über 30 Jahre in der Gastronomie gearbeitet", sagte sie. fug